Der Weltcup-Auftakt der alpinen Ski-Damen hat am Samstag in Sölden einen italienischen Doppelsieg gebracht. Marta Bassino setzte sich im "Geisterrennen" auf dem Rettenbachgletscher 0,14 Sekunden vor ihrer Landsfrau Federica Brignone durch. Für die 24-Jährige, die bereits nach dem ersten Durchgang geführt hatte, war es der zweite Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Platz drei ging in Abwesenheit von US-Star Mikaela Shiffrin an die Slowakin Petra Vlhova.

Österreichs Damen starteten mit ihrem bisher schwächsten Sölden-Ergebnis der Geschichte in die neue Saison. Slalom-Spezialistin Katharina Truppe wurde als beste ÖSV-Läuferin 15., Stephanie Brunner belegte bei ihrem Comeback nach mehr als eineinhalb Jahren Pause wegen ihres dritten Kreuzbandrisses Platz 17. Ramona Siebenhofer fuhr auf Rang 19.

"Vielleicht wollte ich ein bisschen zu viel"

"15, 17 und 19 ist nicht das, was wir uns erwartet haben", gestand ÖSV-Damen-Rennsportleiter Christian Mitter. "Wir haben gehofft, dass wir weiter nach vorne kommen. Aber wir werden weiter kämpfen." Das gilt auch für Brunner, die wegen ihrer schweren Knieverletzung mehr als eineinhalb Jahre kein Rennen bestritten hatte. "Vielleicht wollte ich ein bisschen zu viel", meinte die Tirolerin. "Dass ich besser Skifahren kann, das weiß ich selber. Es ist im Training sehr gut gelaufen. Aber es ist ein Prozess, den man im Rennen umsetzen muss. Ich brauche einfach einen Rennrhythmus."

Am Sonntag (Startzeiten 10.00 Uhr und 13.15 Uhr) folgt das Herren-Rennen - wegen der Coronavirus-Situation ebenfalls ohne Zuschauer an der Strecke. (apa)