Kugelverteidiger Marco Caviezel hat am Samstag das erste Speedrennen der Ski-Herren in dieser Saison gewonnen. Der Schweizer setzte sich bei schwierigen Pisten- und Sichtverhältnissen im verkürzten Super-G von Val d'Isere vor dem Norweger Adrian Smiseth Sejersted (+0,10 Sek.) und dem Kärntner Christian Walder (+0,54) durch, der erstmals in seiner Karriere auf das Podest kam. Für Caviezel war es der erste Weltcupsieg, erst im Juni hatte er sich die Achillessehne gerissen.

Christian Walder in Fahrt. - © APAweb, Barbara Gindl
Christian Walder in Fahrt. - © APAweb, Barbara Gindl

Vincent Kriechmayr wurde Fünfter, Matthias Mayer lag nach 37 Läufern an der elften Stelle. Alexis Pinturault übernahm als Tagessiebenter die alleinige Weltcupführung vor dem Schweizer Marco Odermatt (13.). Ganz vorne dürfte sich im Klassement nichts mehr ändern, weil es immer stärker zu schneien begann.

Am Sonntag steht eine Abfahrt auf dem Programm. Die Rennen wurden wegen der Wettervorhersagen getauscht.

Sölden-Siegerin Bassino gewann auch ersten Courchevel-RTL

Bei den Frauen hat am Samstag die Italienerin Marta Bassino auch den zweiten Riesentorlauf der alpinen Ski-Damen dieses Winters gewonnen. Sie gewann am Samstag in Courchevel 0,46 Sek. vor der Schwedin Sara Hector und 0,59 Sek. vor Gesamtweltcup-Führenden Petra Vlhova durch. Es ist der fünfte Saisonpodestrang der Slowakin im fünften Saisonrennen. Ein starkes Lebenszeichen lieferten die ÖSV-Damen mit Katharina Liensberger als Bester auf Rang sechs (+2,00).

Die Österreicherinnen holten drei Top-Ten-Plätze bzw. fünf Platzierungen in den Top 15, nachdem Truppe beim Saisonauftakt in Sölden als ÖSV-Beste nur 15. gewesen war. Die Tirolerin Stephanie Brunner fiel in der Entscheidung von Rang fünf auf Endrang sieben zurück (+2,26), Ricarda Haaser verbesserte sich um drei Plätze auf Rang zehn (+3,45). Zudem wurde Truppe Elfte und Franziska Gritsch nach Halbzeitrang 29 14.. Ramona Siebenhofer punktete als 24. und Elisa Mörzinger 25.

Es sind die ersten Top-Ten-Ränge für die Österreicherinnen im Riesentorlauf seit Liensbergers drittem Platz am 28. Dezember des Vorjahres in Lienz. Dazwischen gab es drei Rennen. "Mir ist es Gott sei Dank einmal gelungen, das zu zeigen, das ich im Training zeige. Es liegt bei mir nur am Kopf", sagte die Vorarlbergerin Liensberger. Auch Brunner war glücklich: "Man muss vom ersten Tor weg kämpfen, immer Gas geben. Es war nicht so souverän, aber mit einem siebenten Platz kann ich mehr als zufrieden sein." (apa)