Der "Österreicher-Berg" Sljeme zu Zagreb hat den rot-weiß-roten Ski-Herren in dieser Saison wieder Stockerlplätze beschert. Beim Zweiten Manuel Feller läuft es derzeit im Slalom richtig rund. "Ich glaube, ich war immer schon ein Kämpfer", sagte der oft durch Verletzungen zurückgeworfene und gerne kritisierte Tiroler Vizeweltmeister von 2017. Im Riesentorlauf allerdings muss er seine Stehauf-Qualitäten noch beweisen - auf dem Kuonisbergli in Adelboden steigt der Klassiker am Freitag und Samstag gleich zwei Mal.

Die Plätze zwei bis vier durch Feller, Marco Schwarz und Michael Matt; Fabio Gstrein zusätzlich als Achter in den Top Ten, obendrein das rote Trikot von Feller für die Führung im Slalom-Weltcup - der Startschuss des neuen Jahres in Zagreb hätte für die ÖSV-Equipe fast nicht besser laufen können. Mit dem Sieg von Linus Straßer konnte sich am Mittwoch jeder anfreunden, zumal der Bayer die Feinheiten des Skifahrens in Kitzbühel erlernte.

"Das zeigt, dass wir sehr viel richtig machen, dass eine gute Stimmung im Team herrscht und dass wir uns gegenseitig pushen können", meinte Schwarz. "Es waren gute Analysen im Sommer, nachdem wir letztes Jahr vielleicht nicht so zufrieden waren mit der Slalom-Saison", ergänzte Technik-Gruppentrainer Marko Pfeifer. "Wir kennen die Athleten schon länger, und man weiß, wo kann man ansetzen und Sachen besser machen." Die Bilanz der vergangenen Saison mit drei Stockerlplatzierungen ist bereits nach drei Bewerben übertroffen - vier sind bisher auf dem Konto.

Feller schwebt nach dem besten Saisonstart seiner Karriere - im Slalom zweimal Zweiter, einmal Vierter - sowieso auf Wolke sieben. Sein Rennen kommt aber erst am Sonntag mit dem Torlauf - zumal das Kuonisbergli eigentlich sein Lieblingshang sei: "Nur die letzten Jahre hat es mich ein bisschen gefuchst", so Feller.