Der erste Technik-Sieg nach der Ära Marcel Hirscher für das ÖSV-Alpinski-Team der Herren ist Marco Schwarz gelungen. Als Gewinner des Weltcup-Slaloms am Sonntag in Adelboden schlüpfte der 25-jährige Kärntner auch in das rote Trikot des Disziplinführenden und sorgte dafür, dass dieses nach dem Ausfall von Manuel Feller im eigenen Lager blieb. Diese beiden (sowie Michael Matt) sieht ÖSV-Slalom-Coach Marko Pfeifer "auf einer ähnlichen Stufe, um Rennen zu gewinnen".

Für Schwarz sei es ein langer Weg zu seinem ersten Sieg in einem Spezialslalom gewesen, sagte Pfeifer. "Ich hoffe, dass das in ihm ein bisschen was bewegt. Jetzt ist der Bann gebrochen, jetzt hat er den Sieg. Ich glaube, das wir ihm noch ein bisserl freier machen." Er habe viel gelernt und sei viel reifer geworden. "Der Sieg ist abgehakt. Wenn du den hast, kannst du auch als Führender befreiter runterfahren. Die mentale Stärke hat er."

Das Gefühl des Halbzeitführenden kannte Schwarz bereits, runtergebracht hatte er es aber im Finale noch nicht. Jetzt war er als Halbzeitvierter und Jäger erfolgreich. Zwei zweite und fünf dritte Plätze waren in dieser Disziplin bisher als Stockerlplätze auf seinem Konto, Siege hatte er im Jänner 2019 im City-Event in Oslo und der Kombination von Wengen eingefahren, ehe dann im Februar in Bansko Kreuzband und Meniskus im linken Knie rissen.

"Konstanz ohne Ende"

Schwarz glänzt aktuell mit seiner Konstanz: Die Ränge drei, neun, drei und eins machen ihn zum im Schnitt stärksten Fahrer des Slalomfeldes. "Wir nennen ihn einen Finisher - Konstanz ohne Ende. Bei den Klassikern ist das auch wichtig. Bei den gewissen Passagen hat er einen extremen Speed, in Summe ist das ein gutes Paket", stellte Pfeifer fest. "Blacky fährt seine Leistung immer runter, nicht extrem schnell, nicht extrem langsam, er ist momentan der Konstanteste im Slalom", weiß auch Teamkollege Matt, der als Vierter neuerlich aufstrebende Form bewies.