Katharina Liensberger hat den ersten Slalom-Sieg einer Österreicherin im Ski-Weltcup seit mehr als sechs Jahren erneut verpasst. Die 23-jährige Vorarlbergerin musste sich am Dienstagabend im Heimrennen in Flachau US-Star Mikaela Shiffrin um 0,19 Sekunden geschlagen geben. Dritte wurde die Schweizerin Wendy Holdener (+0,43). Liensberger war zuletzt in Semmering und Zagreb schon Zweite gewesen. Trotz Laufbestzeit im zweiten Durchgang reichte es auch diesmal nicht.

"Alles in allem bin ich superhappy", sagte Liensberger im ORF-Interview. "Es hat sich auf jeden Fall super angefühlt für mich." Shiffrin habe den Sieg verdient. "Ich gratuliere Mikaela. Was sie da herunter gezaubert hat, war wirklich phänomenal. Es braucht noch ein bisschen Geduld bei mir, bis es dann wirklich nach ganz oben reicht. Aber ich arbeite mich stetig voran."

Halbzeit-Führung erfolgreich verteidigt

Shiffrin schaffte ihren ersten Slalom-Sieg seit mehr als einem Jahr - am 29. Dezember 2019 hatte sie in Lienz gewonnen. Für die 25-Jährige aus Colorado war es der 68. Weltcup-Sieg und der 100. Weltcup-Podestplatz. In Flachau war es ihr vierter Erfolg.

"Ich habe mich einfach lebendig gefühlt. Ich habe attackiert. Ich wünschte, ich könnte das erklären", meinte Shiffrin, die ihre Halbzeit-Führung mit der zweitbesten Laufzeit im Finale erfolgreich verteidigte. "Das war vielleicht das beste Slalom-Fahren, das ich in einem Rennen je zeigen konnte."

Chiara Mair belegte den siebenten Platz, Katharina Truppe wurde Zehnte und Katharina Huber Zwölfte. Katharina Gallhuber (32.), Franziska Gritsch, Bernadette Lorenz (ex aequo 34.) und Marie-Therese Sporer (40.) hatten die Qualifikation für die Entscheidung der besten 30 verpasst. Magdalena Egger fiel im letzten Slalom vor der Ski-WM in Cortina (8. bis 21. Februar) aus. (apa)