Stefan Kraft ist am Sonntag als Fünfter beim Weltcup-Skispringen in Lahti bester ÖSV-Athlet geworden. Der Weltcup-Titelverteidiger überholte zwar noch seinen Zimmerkollegen Michael Hayböck, für den Sprung auf das Podest reichte es aber nicht mehr. Den Sieg holte sich der Norweger Robert Johansson. Letzterer profitierte vom Sturz von Halbzeitleader und Landsmann Halvor Egner Granerud bei 137,5 m. Granerud wurde Vierter. Hayböck landete als Achter in den Top Ten.

Hinter Johansson holten sich die Deutschen Markus Eisenbichler und Karl Geiger die Ehrenplätze. Drittbester Österreicher wurde Philipp Aschenwald als 14., Punkte holte auch noch Daniel Huber (17.). Jan Hörl und Maximilian Steiner schafften es nicht in die Top 30. Als einziger Österreicher nicht für den Weltcup qualifiziert hatte sich zuvor Niklas Bachinger.

Marita Kramer in Ljubno als Dritte erneut auf dem Podest

Skispringerin Marita Kramer hat unterdessen zum vierten Mal in ihrer noch jungen Karriere den Sprung auf ein Weltcup-Podest geschafft. Die 19-jährige Salzburgerin landete am Sonntag in Ljubno (Slowenien) auf Platz drei hinter der gleichaltrigen Premierensiegerin Eirin Maria Kvandal aus Norwegen und Ema Klinec aus Slowenien. Bei ihrem erst zweiten Weltcup-Einzel stand Kvandal mit dem Minivorsprung von 1,4 Punkten erstmals ganz oben.

Mit Daniela Iraschko-Stolz (7.) und Sophie Sorschag (9.) klassierten sich zwei weitere ÖSV-Springerinnen in den Top Ten. Ramsau-Siegerin Kramer, die im Probedurchgang auf der HS-94-Schanze mit 99 Metern brilliert hatte, fehlten mit Weiten von 84,5 und 88,5 Metern 6,1 Punkte auf die Siegerin.

Kurios verlief der Wettkampf für Chiara Hölzl (23.). Sie durfte nach einem Ampelfehler (irrtümliche Rotphase) ihren Versuch wiederholen und landete bei 79,5 Metern. Mit ihren 73 Metern zuvor hatte das Out nach dem ersten Durchgang gedroht. Mit 76 Metern konnte sich die Weltcup-Zweite des Vorjahres im Finale aber nicht steigern. Lisa Eder wurde 19. (apa)