Mit dem Nachtrennen in Schladming am Dienstag (17.45/20.45 Uhr/ ORF 1) und zwei Slaloms in Chamonix bieten sich den Technik-Assen vor der WM drei Chancen, um sich für das Aufgebot für die WM in Cortina d’Ampezzo im Februar zu empfehlen. Über alle Zweifel erhaben sind Marco Schwarz und Manuel Feller, die in der Disziplinwertung auf den ersten beiden Plätzen liegen. Die sechs Saisonrennen haben sechs verschiedene Sieger gebracht, der Favoritenkreis ist daher auch für das Planai-Rennen groß.

Wie immer in diesem Winter im alpinen Ski-Weltcup geht es am Dienstagabend ausschließlich um den Sport, die Corona-Pandemie wird dem Flutlichtrennen einen familiären Charme verleihen. Im Vorjahr gewann vor 38.000 Zuschauern und einer Flitzerin der derzeit um die Form ringende Henrik Kristoffersen seinen bereits vierten Schladming-Slalom vor dem im Gesamtweltcup führenden Franzosen Alexis Pinturault und dem Schweizer Daniel Yule. Für die Österreicher setzte es mit Michael Matt als 15. eine herbe Niederlage, nachdem zur Halbzeit noch Schwarz geführt hatte. Mittlerweile ist der Kärntner gereift, hat mehr Selbstvertrauen und schlängelt sich mit einer beeindruckenden Konstanz durch den Winter. Das Adelboden-Rennen gewann er, in Flachau war er Dritter und Zweiter, schlechtestes Ergebnis in diesem Winter war Rang neun in Madonna.

Fabio Gstrein empfahl sich schon in Flachau. - © apa / afp / Joe Klamar
Fabio Gstrein empfahl sich schon in Flachau. - © apa / afp / Joe Klamar

Aufgezeigt als Flachau-Fünfter nach dem zweiten Halbzeitrang hat zuletzt Fabio Gstrein, der sich damit um ein Ticket für den Zug Richtung WM angestellt hat. "Das war ein gutes Ergebnis. Da heißt es weiterarbeiten, damit ich öfters in die Situationen komme, dass etwas Gutes rausschauen kann." Von Dienstag bis Sonntag warten wieder drei Rennen. "Das wird recht stressig, das bekommen wir auch noch hin, dann ist eh ein bissl Zeit, dann schauen wir, wie es weitergeht." Der nächste Slalom wäre dann jener bei der WM.

Schweres Pflaster für Damen

Bei den Ski-Damen ist indessen Kronplatz in Südtirol am Dienstag (10.30/13.30 Uhr, ORF 1) Schauplatz des letzten Weltcup-Riesentorlaufs der Damen vor der WM in Cortina. Beim sechsten Saisonrennen in dieser Disziplin möchte das ÖSV-Team eher an das Doppel im Dezember in Courchevel anschließen, wo es eine Geschlossenheit und mehrere Top-Ten-Ränge gegeben hat. Zuletzt in Kranjska Gora resultierte aus zwei Anläufen nur ein siebenter Rang. Favoritinnen sind daher andere: Federica Brignone, Marta Bassino und Mikaela Shiffrin. (apa)