Als Quartett sind die nordischen Ski-Asse des ÖSV immer für Edelmetall gut. Nach Gold durch die Skispringerinnen sowie Bronze durch die Kombinierer und das Mixed-Skisprung-Team bewiesen auch die Skispringer gemeinsam ihre Klasse. Philipp Aschenwald, Jan Hörl, Daniel Huber und Einzel-Weltmeister Stefan Kraft holten am Samstag bei den Titelkämpfen in Oberstdorf Silber. Es war die siebente Medaille für das rot-weiß-rote Aufgebot im Allgäu. Den Titel sicherte sich Deutschland.

Wieder einmal lag es in dem enorm spannenden Finale mit vier Teams im Medaillenrennen an Stefan Kraft. Vor den Schlussspringern waren die ersten vier Teams nur durch 13,8 Punkte oder acht Meter getrennt. Österreich hatte am Vortag im Einzelbeweb mit vier Athleten unter den ersten elf das beste Team-Ergebnis erzielt, doch im letzten Schanzenbewerb steigerten sich die Konkurrenten.

Starker Sprung von Kraft im zweiten Durchgang

Vor Kraft waren die Österreicher Dritte, der Salzburger hatte 7,0 Punkte auf Polen und 6,0 auf Deutschland aufzuholen. Einmal mehr packte der zweifache Weltcup-Gesamtsieger seinen besten Sprung aus, wenn es darauf ankam und ließ auf 130 einen 133-m-Flug folgen. Doch Lokalmatador Karl Geiger, der Dritte des Einzelbewerbs, übertraf diesmal Österreichs Nummer 1 um drei Meter.

Doch mit Silber holte Kraft schon seine zwölfte WM-Medaille und verlässt den WM-Ort mit einem kompletten Medaillensatz. Begonnen hatte seine auch bei den vierten Titelkämpfen in Serie erfolgreiche Medaillenjagd mit Bronze mit dem Mixed-Team.