Mit den Parallelrennen am Wochenende in Lech/Zürs in Vorarlberg findet der alpine Ski-Weltcup seine Fortsetzung. Während bei den Frauen mit Weltmeisterin Katharina Liensberger am Samstag (10 Uhr Qualifikation/17 Uhr Finale/ORF1) Österreichs stärkste Kraft und Lokalmatadorin mit dabei ist, müssen die ÖSV-Männer die verletzten Marco Schwarz und Roland Leitinger vorgeben. Liensberger kann sich in ihrem Heimatbundesland die Führung im Gesamtweltcup holen.

Bei der im Vorjahr ohne Zuschauer ausgetragenen Premiere im Ländle gewann die Slowakin Petra Vlhova vor Paula Moltzan (USA) und Lara Gut-Behrami (Sz). Elisa Mörzinger war als beste Österreicherin Achte geworden, mit Katharina Truppe (13.), Franziska Gritsch (14.) und Liensberger (16.) landeten vier in den Top 16. Gut-Behrami bestätigte ihre Teilnahme für Samstag, indes fehlen mit Mikaela Shiffrin und Vlhova zwei absolute Topstars sowie auch die Siegerin und Drittplatzierte des Saisonauftakt-Riesentorlaufs in Sölden. Die US-Amerikanerin Shiffrin kämpft mit Rückenproblemen, Vlhova hat den Fokus bereits auf das Slalom-Doppel in Levi (Finnland) gelegt. Um Position eins im Gesamtweltcup kämpfen daher Gut-Behrami und Liensberger.

Erinnerungen an Cortina

Es ist dies der erst und einzige Parallel-Einzelbewerb im Weltcupkalender, auch bei Olympia ist diese Disziplin noch nicht im Programm. Das bisher letzte Rennen war jenes im Februar bei den Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo, das bei den Frauen turbulent ablief. Liensberger wurde zunächst als Silbermedaillengewinn ausgerufen, nach einiger Zeit wurde ihr dann wie der zeitgleichen Italienerin Marta Bassino Gold zugesprochen. Der ÖSV hatte die Verantwortlichen dafür aber erst auf das Regelbuch hinweisen müssen.

Die Piste auf dem eigens für Parallelrennen konzipierten Hang ist in gutem Zustand, präpariert wurde mit eingelagerten Schneedepots, dazu kam Neuschnee. Gestartet wird auf 1.820 Metern, das Ziel liegt auf 1.718 Metern. Die durchschnittliche Neigung beträgt 29 Prozent. Für das Wochenende ist Niederschlag angesagt, Zuschauer sind laut 2G-Regel zugelassen.

Die besten 16 der Qualifikation am Vormittag, die in einem Lauf ausgetragen wird, qualifizieren sich für die abendliche Entscheidung. Für die Plätze 17 bis 30 laut Qualifikationsergebnis gibt es ebenfalls Weltcuppunkte.