Unmittelbar vor den Übersee-Rennen hat die Impfdebatte auch den Skisport erreicht. Wie Franziska Gritsch am Mittwoch mitteilte, fehle sie bei den Technik-Rennen in Killington aufgrund einer fehlenden Corona-Impfung. Sie war im am Tag davor nominierten Kader nicht aufgeschienen, was Fragen aufgeworfen hatte.

Die 24-Jährige hatte im ersten Slalom von Levi zuletzt die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst, im zweiten Bewerb in Finnland schied sie im ersten Durchgang aus.

"Das Leben führt uns zu Kreuzungen, wo wir Entscheidungen treffen müssen. Meine Entscheidung ist, dass ich aktuell nicht geimpft bin. Ich denke, es ist eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung und wünsche mir, dass diese akzeptiert und auch respektiert wird", schrieb Gritsch in einem Instagram-Posting. Ohne Impfung darf die 24-Jährige nicht in die USA anreisen. Darüber, ob sie sich angesichts der Olympischen Spiele in Peking, für die für Ungeimpfte eine dreiwöchige Quarantänepflicht gilt, noch impfen lassen wird, ließ die Tirolerin ebenso offen wie ihre Beweggründe.

Ob sie in Killington einen Startplatz bekommen hätte, ist zudem nicht fix. Im Riesentorlauf werden Stephanie Brunner, Ricarda Haaser, Katharina Huber, Katharina Liensberger, Elisa Mörzinger, Ramona Siebenhofer und Katharina Truppe fix antreten. Zwei weitere Startplätze werden per Trainerentscheid aus einem Trio mit Magdalena Egger, Chiara Mair und Marie-Therese Sporer vergeben. Im Slalom werden Liensberger, Brunner, Huber, Sporer, Truppe, Egger, Mair und Katharina Gallhuber starten, wie der sportliche Leiter bei den Damen, Christian Mitter, am Dienstag bekannt gegeben hatte. (red)