Zwei, vier, sechs: Österreichs nordische Kombinierer durften sich beim Saisonauftakt in Ruka sowohl gleich über den ersten Stockerlplatz als auch über eine mannschaftlich geschlossene Leistung freuen.

Johannes Lamparter, schon nach dem Springen Zweiter, verteidigte diesen Platz mit einer starken Laufleistung vor allem am letzten Anstieg des 5-Kilometer-Rennens und musste sich nur dem Norweger Jarl-Magnus Riiber, dem Dominator der vergangenen Jahre, geschlagen geben; Mario Seidl und Lukas Greiderer landeten auf den Plätzen vier und sechs.

Die Fragezeichen, die jedes Mal vor dem Saisonstart stehen, hat Österreichs Aufsteiger der vergangenen Saison damit vorerst beseitigt, dementsprechend groß war auch die Erleichterung. "Es war ein cooles Rennen, meine Haxen haben sich gewaltig angefühlt", sagte der Tiroler. "Wir haben anscheinend im Sommer sehr, sehr viel richtig gemacht, fleißig trainiert - das hat sich ausgezahlt."

Jagd nach Premierensieg

Der 20-Jährige hat in der vergangenen Saison mit zwei Stockerlplätzen seinen Durchbruch geschafft und bei der WM in Oberstdorf als Doppelweltmeister - sensationell im Gundersen sowie im Teamsprint mit Greiderer - nachgelegt. Einen Sieg im Weltcup hat er aber noch nicht gefeiert - bisher. Denn neben den Olympischen Spielen ist das eines der großen Ziele für diese Saison.

Johannes Lamparter wurde vor kurzem als Aufsteiger des Jahres gekürt. 
- © apa / Herbert Neubauer

Johannes Lamparter wurde vor kurzem als Aufsteiger des Jahres gekürt.

- © apa / Herbert Neubauer

Die nächsten Chancen gibt es bereits am Samstag und Sonntag ebenfalls in Ruka. Denn unschlagbar ist auch Riiber, der mit 20,2 Sekunden Vorsprung schon seinen 37. Weltcup-Erfolg geholt hat - nicht. Besonders zuversichtlich stimmt Lamparter, dass es schon über die Sprint-Distanz, auf der er sich am letzten Anstieg gegen den starken Norweger Jens Luraas Oftebro durchsetzte, so gut lief. "Der 5er ist normal nicht meine große Stärke", sagte er, ehe es am Samstag und Sonntag jeweils über die doppelte Distanz geht (9.10/15.30 bzw. 15.05).

Die Devise ist für Lamparter klar: "Zwei coole Sprünge, eine gute Ausgangsposition schaffen, dann ist alles möglich." Auch, dass dann eine andere Zahl vorne steht.(art)