Alle guten Dinge sind vier. Marita Kramer ist auch beim Heimweltcup am Freitag in Ramsau nicht zu schlagen gewesen. Die Salzburgerin gewann ihr fünftes Saisonspringen, das vierte in Folge, und baute die Führung im Gesamtweltcup aus. Nach Sprüngen auf 92 und 90 Meter und 261,9 Punkten verwies die 20-Jährige Katharina Althaus (D, 256,9) und die Slowenin Ursa Bogataj (253,3) auf die weiteren Plätze.

"Ich freue mich riesig über den Sieg, meine Sprünge waren zwar sicher nicht die besten, trotzdem bin ich sehr zufrieden", sagte die Athletin im ORF. "Ich bin happy, dass sich meine Arbeit ausgezahlt hat. Dass es sich ausgegangen ist, ist ein feines Gefühl." Insgesamt zeigten die Österreicherinnen eine sehr starke Mannschaftsleistung. Daniela Iraschko-Stolz wurde Sechste (238,2), Eva Pinkelnig kam auf den achten Platz (227,3), Lisa Eder auf Rang elf (224,1) und Jacqueline Seifriedsberger auf 13 (218,8). Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert hatte sich Chiara Kreuzer (35.)

Bei den Kombiniererinnen hat indessen Lisa Hirner am Freitag in Ramsau den fünften Platz belegt. Ihren zweiten Stockerlplatz verpasste die 18-jährige Steirerin am Freitag bei prächtigem Wetter um rund 13 Sekunden. Eva Hubinger erreichte bei ihrem Weltcupdebüt im Feld von 27 Athletinnen Rang 17. Annalena Slamik wurde vor dem Springen disqualifiziert. Der Sieg ging zum fünften Mal im fünften Saisonbewerb an die Norwegerin Gyda Westvold Hansen.

Die 19-jährige Weltmeisterin gewann überlegen vor der Slowenin Ema Volavsek und Yuna Kasai aus Japan. Wenige Sekunden vor Hirner lag noch die Norwegerin Marte Leinan Lund, in deren Sog sie den Großteil des 5-Kilometer-Langlaufrennens bestritten hatte. "Ich bin happy, es war wieder ein cooler Bewerb. Ich bin froh, dass ich es hingebracht habe", meinte Hirner, nachdem sich im Pandemie-bedingt leeren Stadion am Fuß des Dachsteins ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober als Gratulantin eingestellt hatte.

Im Springen habe sie noch Reserven, betonte die nach dem ersten Teilbewerb sechstplatzierte Hirner. "Ich weiß, dass ich auf der Schanze an der Konstanz arbeiten muss, auf der Loipe bin ich echt gut da." Der Rückstand auf das Stockerl war diesmal zu groß.