Corinne Suter hat am Donnerstag im ersten Training für die alpine Ski-Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen die schnellste Zeit hingelegt. Die Schweizerin absolvierte in 1:41,30 Minuten die Kandahar-Piste, 6/100 Sekunden langsamer war die Deutsche Kira Weidle. Cornelia Hütter wies als beste ÖSV-Läuferin auf Rang fünf 1,17 Sekunden Rückstand auf. Tamara Tippler (+1,18) und Nadine Fest (+1,21) lagen direkt dahinter. Ramona Siebenhofer kam auf Rang 14 (+1,65).

Siebenhofer hatte ursprünglich vor Olympia keine Rennen mehr bestreiten wollen, die Steirerin änderte aber kurzfristig ihre Pläne, da sich nach der Verletzung der im Abfahrts-Weltcup führenden Italienerin Sofia Goggia die Chancen im Kampf um die Kristallkugel erhöht haben. "Nachdem ich in ausgezeichneter Position liege im Weltcup, habe ich doch entschieden herzufahren", meinte die 30-Jährige am Donnerstag.

Den Super G am Sonntag fährt sie allerdings nicht. "Für mich geht es am Montag schon Richtung China. Ich möchte im Riesentorlauf eine gute Vorbereitung machen, am 7. Februar ist da ja schon das Rennen, das Programm ist dicht gedrängt", erklärte Siebenhofer.

"Das Herz in die Hand nehmen"

Hütter zeigte sich mit dem ersten Training zufrieden, verwies aber auf die Tücken der Piste. "Garmisch ist immer sehr speziell, es ist sehr dunkel. Dadurch kommt einem die Geschwindigkeit sehr hoch vor. Es ist von der Schneebeschaffenheit unterschiedlich. Oben ist ein bisserl Wasser drinnen, zwischendurch ist es ein wenig unruhig. Da heißt es, sich gut drauf einzustellen", so die 29-Jährige.

Für Tippler ist die 2.920 Meter lange Rennstrecke "in einem Topzustand. Sonst war es in Garmisch immer ein bisschen schwierig, auch das Wetter war nicht immer perfekt. Zur Zeit hat es aber wirklich eine superharte Piste, so wie man es sich wünscht." Bezüglich der dunklen Lichtverhältnisse gestand aber auch sie: "Da muss man sich richtig gut überwinden und das Herz in die Hand nehmen." (apa)