Wenige Wochen nach ihrem dreifachen Olympiasieg in Peking hat die norwegische Skilangläuferin Therese Johaug das Ende ihrer Profikarriere nach dieser Saison angekündigt. Vor dem Rennen über 30 Kilometer am Holmenkollen am Samstag ließ die 33-Jährige auf Instagram Revue passieren, wie sie auf den Tag genau vor elf Jahren am selben Ort und über dieselbe Distanz ihren ersten WM-Sieg als Profisportlerin im Einzel eingefahren habe.

Es fühle sich so an, als wenn sich ein Kreis schließe. "Eigentlich möchte ich nicht, dass die Reise ein Ende nimmt, aber es gibt eine Zeit für alles", schrieb Johaug. "Und ich glaube, die Zeit ist gekommen, dass ich jetzt andere Dinge mache, als Vollzeit auf das Langlaufen zu setzen."

Solidarität mit Ukrainern

Anschließend verwies die Norwegerin auch auf den Ukraine-Krieg: Der Krieg sorge dafür, dass vieles bedeutungslos erscheinen könne, und in ihrem Herzen sei sie beim ukrainischen Volk, das für seine Freiheit kämpfe.

Johaug hat in ihrer Karriere sechs Medaillen bei Winterspielen gewonnen, darunter vier goldene. Unter anderem Teresa Stadlober durfte als Dritte nach dem Skiathlon in Peking gemeinsam mit der Ausnahmesportlerin auf dem Stockerl stehen.

Johaug prägte ihren Sport und gewann dreimal den Gesamtweltcup. 2017 war Johaug gesperrt worden, nachdem sie eine Lippencreme mit einem Inhaltsstoff benutzt hatte, der auf der Dopingliste steht. Danach kam sie stark zurück.