Der Brite Johan Eliasch ist als Präsident des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) für vier Jahre wiedergewählt worden. Der in Schweden geborene ehemalige Head-Chef wurde in Mailand im Rahmen des 53. Kongresses des Internationalen Ski- und Snowboard-Verbandes (FIS) - so der davor fixierte neue Name des Weltverbandes - mit 100 Prozent der abgegebenen Delegiertenstimmen im Amt bestätigt. Dieses hatte er im Juni 2021 vom verstorbenen Schweizer Gianfranco Kaspar übernommen. Schon am Vortag waren die Freeski- und Snowboard-WM 2027 an das Montafon und die alpinen Titelkämpfe an Crans Montana vergeben worden. Am Donnerstag wurden der langjährige Vizepräsident Peter Schröcksnadel zum Ehrenmitglied ernannt und ÖSV-Finanzreferent Patrick Ortlieb in den Vorstand gewählt.

Eliasch war bei der Wahl am Donnerstag der einzige Kandidat, die Abstimmung bei der Generalversammlung hätte per Akklamation stattfinden sollen. Auf Antrag mehrerer Delegierten wurde per Abstimmung eine geheime Wahl festgelegt. Der nicht mit der Fragestellung zufriedene kroatische Delegierte Vedran Pavlek verließ vor der Abstimmung aus Protest den Raum, einige andere folgten. Von den verbliebenen Delegierten erhielt Eliasch die höchstmögliche Unterstützung.

"Wir brauchen Veränderung, wir brauchen einen Wandel", sagte der FIS-Chef, dessen Reformbestrebungen zuletzt nicht überall auf Begeisterung gestoßen waren. Nun aber meinte er: "Das ist ein Abstimmungsergebnis, mit dem wir weiter in diese Richtung gehen können. Ich freue mich darauf."

Kalender und Vermarktung als Knackpunkte

Der 60-Jährige sprach auch von unlimitierten Möglichkeiten. Radikale Reformbestrebungen und mangelnde Kommunikation hatten die nationalen Verbände im Vorfeld des Meetings vom Milliardär abrücken lassen. Viel diskutierte Themen sind radikale Ansätze für die Gestaltung des alpinen Weltcupkalenders und die angestrebte Zentralvermarktung der Rechte. (red/apa)