Weltmeister Johannes Lamparter geht trotz gesundheitlichen Problemen im Sommer guter Dinge in die am Freitag (12.15/16 Uhr) in Ruka beginnende Saison. Optimistisch stimmen den 21-Jährigen die jüngsten zwei Trainingsmonate und sein hohes Grundniveau. Den Hauptfokus legt der Tiroler auf die WM in der zweiten Saisonhälfte, aber auch in der Weltcup-Gesamtwertung will er wieder vorne mitmischen. "Leider war es mit ein paar Krankheiten nicht die Vorbereitung, die ich mir gewünscht habe. Aber die letzten zwei Monate waren richtig gut. Ich bin ganz gut beinander und in Form", sagte Lamparter.

Die Topform, wie er sie über weite Strecken im vergangenen Winter mit drei Siegen und zahlreichen Stockerlplätzen gezeigt hatte, sei aber noch nicht erreicht. "Es fehlt noch etwas. Es wird in Ruka eher nicht für ganz vorne reichen, aber ich bin auf einem richtig guten Weg." An den Auftaktort hat er beste Erinnerungen, 2020 gelang ihm dort sein erster Weltcup-Stockerlplatz. "Ich hatte immer gute Erfahrungen hier heroben, das gibt mir Selbstvertrauen." Nicht glücklich ist er hingegen mit den tiefen Temperaturen von bis minus 10 bis 20 Grad in der letzten Vorbereitungsphase in Finnland. Im Lauf des Dezembers will Lamparter wieder zur Idealverfassung finden, um möglicherweise erneut um den Gesamtweltcup mitkämpfen zu können. Der 2021/22 nur knapp vor ihm gelandete Norweger Jarl Magnus Riiber sei wieder der Topfavorit. "Man muss auch realistisch sein, wenn Jarl bei allen Rennen startet, wird er nicht zu schlagen sein, er ist wieder gut drauf."

Wie Lamparter ging auch Riiber bei Olympia in Peking leer aus, den Norweger bremste eine Corona-Infektion aus. Auch der anstehende Winter bietet mit der WM Ende Februar/Anfang März in Planica ein Großereignis. Da will Lamparter wieder zuschlagen, wie 2021 mit dem Einzeltitel von der Großschanze und Gold im Teamsprint. "Die WM ist das große Ziel für mich, ganz klar. Das ist das Highlight, da will ich um eine Einzelmedaille mitfighten". Oben auf seiner Prioritätenliste stehen auch die Heimbewerbe eine Woche vor Weihnachten in Ramsau und besonders Ende Jänner in Seefeld.