Für viele fühlt es sich wie der eigentliche Start an. Drei Wochen nach dem Weltcup-Auftakt mit dem Doppel mit Eisspur und Matten in Wisla starten die Skispringer am Wochenende beim nordischen Winter-Opening in Ruka richtig durch. Sieben Österreicher sind am Samstag und Sonntag (jeweils 10 Uhr/ORF-Sport+) am Ablauf. Wie in Polen sind auch in Finnland die Team-Olympiasieger Stefan Kraft, Manuel Fettner und Jan Hörl vertreten, zudem Daniel Tschofenig, Michael Hayböck und Philipp Aschenwald. Neu dabei ist Francisco Mörth. Der 23-jährige Steirer kommt nach einer starken Sommer-Vorbereitung für den am Knie operierten Daniel Huber ins Team, gibt sein Weltcup-Debüt.

ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl und seine Truppe nehmen aus Wisla viel Selbstvertrauen mit, gab es dort doch einen Stockerlrang und weitere sechs Top-Ten-Platzierungen. "Ich denke, man hat gesehen, dass wir vom Potenzial her wieder ganz vorne dabei sein können", sagte Widhölzl. Nach den ersten Schnee-Bewerbssprüngen wisse man genauer, wo man stehe. Kraft war in Wisla als Dritter und Fünfter der Beste der rot-weiß-roten Equipe, das hat dem Salzburger Lust auf mehr gemacht. "Uns erwartet sicher eine weiße Schneelandschaft und das fühlt sich dann auch einfach wieder so richtig nach Skispringen an. Ich konnte in den vergangenen Tagen noch einmal ausreichend meine Batterien für eine lange Saison aufladen", sagte er vor dem Abflug. Fettner wurde zum Saisonstart Vierter und Neunter. "Ich hatte trotzdem das Gefühl, dass ich dort nicht meine allerbesten Sprünge zeigen konnte. Aber ich denke, mein Set-up für Ruka stimmt."

Während in Ruka an diesem Wochenende überdies die Weltcup-Saison in der Nordischen Kombination und im Langlauf gestartet wird, sind die Skispringerinnen wieder nächste Woche in Lillehammer im Einsatz. Ihr Start war ebenso in Wisla erfolgt.