Vier Wochen nach dem ursprünglich geplanten Saisonstart für die Speedabteilung des alpinen Ski-Weltcups der Frauen klappt es in Lake Louise mit den ersten Rennen in Abfahrt und Super G. Der kanadische Ski-Ort präsentiert sich tief-winterlich, auch was die Temperaturen im klar zweistelligen Minusbereich betrifft. Kühlen Kopf bewahrten in den ersten Trainings die ÖSV-Aktiven. War zunächst Nina Ortlieb mit Torfehler Schnellste, gelang das im zweiten Mirjam Puchner ohne.

Puchner hatte eine starke vergangene Saison, gekrönt mit Super-G-Silber bei den Olympischen Spielen in China. Die Salzburgerin blickt auf eine gut verlaufene Vorbereitung zurück, die Erwartungen an sich selbst sind gestiegen. "Ich merke, dass meine Ansprüche an mich anders sind als letztes Jahr", gab sie an. "Natürlich ist das Ziel, um die Podestplätze mitzufahren, das kann man nach so einer Saison auch erwarten. Ich weiß, dass ich das absolut draufhabe." Neben Puchner werden noch einige andere aus dem rot-weiß-roten Team hoch gehandelt, darunter Christina Ager und Elisabeth Reisinger.

ÖSV-Herren jagen Kilde

Längst überfällig ist wiederum ein österreichischer Abfahrtssieg in Beaver Creek. Der Letzte in der Liste ist 2007 Michael Walchhofer. Auf der Birds of Prey stehen diese Woche drei Weltcuprennen an, Favorit ist der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der nicht nur in Vorjahr triumphierte, sondern zudem beim Saisonauftakt in Lake Louise vorne lag. Neben Walchhofer schafften es hier seit 2007 nur Klaus Kröll, Hannes Reichelt, Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer auf das Stockerl. Aussichtsreicher ÖSV-Läufer ist neben Mayer und Kriechmayr der Abfahrtszweite vom vergangenen Samstag, Daniel Hemetsberger.