Österreichs alpine Skirennläuferinnen sind in Sestriere in ein Debakel geschlittert. Nur Katharina Liensberger als 14. und Katharina Truppe als 17. schafften es am Sonntag in das Slalom-Klassement. Es siegte die Schweizerin Wendy Holdener, für die es der zweite Torlauf-Erfolg en suite sowie der fünfte Weltcupsieg war. Zweite wurde die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+0,47), Dritte die slowakische Halbzeitführende Petra Vlhova (+0,70). Im ÖSV-Team herrschte Ratlosigkeit.

Liensberger kam auf 2,93 Sek. Rückstand, 1,80 davon hatte sie bereits im ersten Durchgang aufgerissen, in dem es für sie mehr darum gegangen sei, im Lauf zu bleiben als Gas zu geben, wie sie erklärte. "Ich denke, das muss man anschauen, gemeinsam analysieren und daraus lernen. Im ersten habe ich mich nicht wohl gefühlt, das zeigt sich beim Fahren. Wenn ich kein Vertrauen aufbauen kann, wird es richtig schwierig, das spiegelt sich im Ergebnis wieder", sagte die Vorarlbergerin. Sie werde nun einen Trainingsblock einlegen, den sie gut nutzen wolle. "Schauen wir, was die Kernsachen sind, die verbessert werden können."

"Das ist echt ein Debakel, es ist bei keiner von uns etwas gegangen. Es ist schlecht, dass es nur zwei in die 30 geschafft haben. Und dann so ein Ergebnis, das ist hart", erkannte die Kärntnerin Truppe (+3,45), die es nicht geschafft hatte, auf der harten und etwas spurigen Piste auf Zug zu kommen. "Es ist ein bissl schwierig, das alles zusammenzufassen. Ich hatte nicht das Gefühl am Ski gehabt, dass ich aktiv mitarbeiten, nach vor arbeiten kann. Es ist eine brutal zähe Geschichte, da liegt noch so viel Arbeit vor uns." Bis Semmering müsse noch einiges passieren, da stehen vor dem Jahreswechsel mit zwei Riesentorläufen und einem Slalom die nächsten Technikrennen auf dem Programm.

Huber schied im ersten Durchgang aus

Katharina Huber schied am Sonntag bereits im ersten Durchgang aus, für sie war es nach der Nullnummer in Killington in Riesentorlauf und Slalom der dritte Ausfall in Folge. Chiara Mair, Franziska Gritsch und Nina Astner sahen ebenfalls das Ziel nicht. Marie-Therese Sporer (34.) verpasste die Finalqualifikation. Bereits der Riesentorlauf am Samstag verlief für Österreich weit unter den Erwartungen, als Elisabeth Kappaurer als 14. beste ÖSV-Läuferin war. Abgeschlagen waren etwa auch Truppe (25.) und Liensberger (27.).

Zahlreiche Läuferinnen punkteten indes das erste Mal in ihrer Karriere und sorgten für viel Abwechslung in der Ergebnisliste. So Clarisse Breche (FRA/20.), Vera Tschurtschenthaler (ITA/20.), die für Albanien startende Lara Colturi (25.), die Tochter der Olympiasiegerin Daniela Ceccarelli, mit Tiroler Wurzeln Zoe Zimmermann (USA/27.) oder Lucrezia Lorenzi (ITA/28.). Groß zeigte die 19-jährige Hanna Aronsson Elfman auf, die Schwedin holte dank bester Laufzeit im zweiten Durchgang mit Rang vier ihr bestes Karriereergebnis. In Levi war sie bereits Neunte. (apa)

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