Nach seinem Sieg in der Abfahrt am Mittwoch hat Ski-Ass Vincent Kriechmayr auch am Donnerstag in Bormio beim Weltcup-Super-G als Zweiter den Sprung aufs Stockerl geschafft. Der Oberösterreicher musste sich nur dem Schweizer Marco Odermatt um 64/100 Sekunden geschlagen geben, dem auf der anspruchsvollen Stelvio-Piste eine Traumfahrt gelang. Das Rennen, in dem Daniel Hemetsberger hinter dem Schweizer Loic Meillard Vierter wurde, stand im Schatten des Rücktritts von ÖSV-Star Matthias Mayer. Die Nummer sechs, mit der Mayer eigentlich an den Start hätte gehen sollen, blieb daher im Rennen frei.

Kriechmayr, der erklärte, dass im Team bis zum Start wohl alle an Mayer gedacht haben, zeigte sich auf der Strecke jedoch fokussiert und legte im oberen Teil eine Bestzeit hin. Bis zum Schlussabschnitt bot der 31-Jährige als Einziger Odermatt Paroli, bevor ihm ein wenig die Kraft ausging. "Müde war ich und dann habe ich es zu taktisch angelegt. Und wenn du es taktisch anlegst und ein anderer gibt Gas, dann kriegst eine aufpaniert", so Kriechmayr.