Die deutsche Ski-Ikone Rosi Mittermaier ist tot. Die frühere alpine Skirennfahrerin sei am Mittwoch im Alter von 72 Jahren "nach schwerer Krankheit im Kreise der Familie friedlich eingeschlafen", wie ihre Familie am Donnerstag mitteilte. Die Bayerin, Mutter des 2019 zurückgetretenen Slalom-Stars Felix Neureuther, war mit ihren zwei Olympiasiegen 1976 in Innsbruck zum Star geworden und hatte den Spitznamen "Gold-Rosi" bekommen.

"In meinem Elternhaus war ein ganzes Zimmer voll mit Post und Paketen. In einem Monat sind 27.000 Briefe gekommen, das hat uns der Postbote erzählt, der ist total narrisch geworden, weil er die ganze Flut rauf auf die Winklmoosalm bringen musste", erinnerte sich Mittermaier anlässlich ihres 70. Geburtstags. Dennoch trat sie am Ende dieser Erfolgssaison 25-jährig zurück.

Mit ihrem Mann, dem früheren Skirennfahrer Christian Neureuther, gründete Mittermaier in Garmisch eine Familie, Tochter Amelie und Sohn Felix wurden geboren. Letzterer wurde später der erfolgreichste deutsche Rennfahrer der Weltcup-Geschichte. Als Werbebotschafterin bereiste Mittermaier die Welt und war Mitglied im Nationalen Olympischen Komitee.