Mikaela Shiffrin hat am Dienstag den ersten von zwei Weltcup-Riesentorläufen in Kronplatz gewonnen und ist mit 83 Weltcuperfolgen nun die alleinige Beste. Bisher teilte sie sich diese Lorbeeren mit ihrer Landsfrau Lindsey Vonn. Der Sieg fiel eindrucksvoll aus, gelang der 27-Jährigen doch in beiden Läufen die Bestzeit. Zweite wurde die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+0,45), Dritte die Italienerin Federica Brignone (+1,43). Beste Österreicherin war Julia Scheib als Zwölfte (+2,85).

"Es war wichtig, dass ich das Ergebnis von Kranjska Gora bestätigen konnte. Im zweiten Lauf war ich nicht zufrieden, das Ergebnis ist okay, ich möchte morgen auf alle Fälle mehr", sagte Scheib im ORF-TV. Sieben Österreicherinnen hatten es in den zweiten Durchgang geschafft. Für Elisabeth Kappaurer ging es von 14 auf 15 (+3,03) und Elisa Mörzinger von 15 auf 19 (+3,60). Ricarda Haaser wurde 20., Franziska Gritsch 21. und Ramona Siebenhofer 23. Stephanie Brunner schied als Halbzeit-19. im Finale aus.

Kappaurer befand, dass "große Schritte vorwärts gehen", noch traue sie sich nicht alles zu. "Ich habe nicht ganz das Vertrauen, es so richtig durchzuziehen", sagte auch Haaser. Gritsch war ziemlich "heiß", ihr sei es nicht gelungen, umzusetzen, was sie sich vorgenommen habe.

Zu den großen Verliererinnen zählten Katharina Truppe und Katharina Liensberger, die als 31. und 32. am Finale vorbeigefahren waren. Liensberger ist nach dem am Vortag erfolgten Abgang ihres Coaches Livio Magoni nun wieder komplett in Österreichs Technikteam unter der Leitung von Gruppentrainer Georg Harzl integriert.