Die Skispringer Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauerbei der WM, nun muss der eine pausieren und der andere siegen. - © APAweb/BARBARA GINDL
Die Skispringer Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauerbei der WM, nun muss der eine pausieren und der andere siegen. - © APAweb/BARBARA GINDL

Cavalese. So gut wie keine Pause ist den Nordischen Skisportlern nach den Titelkämpfen im Val di Fiemme vergönnt. Schon ab Freitag geht es für Skispringer, Nordischen Kombinierer und Langläufer in Lahti wieder um Weltcup-Punkte.

Besonderes Augenmerk liegt dabei freilich auf den Skispringern und vor allem auf Gregor Schlierenzauer. Der 23-jährige Tiroler hat noch sechs Einzel-Bewerbe vor sich und könnte mehrere Rekorde aufzustellen. Zunächst wird er wohl zum zweiten Mal nach 2008/09 die große Kristallkugel einheimsen. 538 Punkte Vorsprung auf Anders Bardal bzw. 588 auf Anders Jacobsen (beide NOR) lassen der Konkurrenz nur noch rein rechnerische Chancen.

Seinen Rekord von 13 Saisonsiegen (08/09) könnte er als bisher achtfacher Gewinner übertreffen, dies ist allerdings ebenfalls theoretisch. Da ist es schon wesentlich wahrscheinlicher, dass Schlierenzauer seinen nunmehr alleinigen Allzeit-Rekord von 48 Siegen auf über 50 hinaufschraubt. Das ist sein nächstes Ziel, auch die 54 (die Zahl der Siege von Hermann Maier, Anm.) ist eine magische Marke für ihn.

Morgenstern muss pausieren 
Österreichs Weltcupkontingent für die letzte Weltcupphase mit dem "Nordic tournament" in Lahti, Kuopio, Trondheim und Oslo sowie dem traditionellen Abschluss in Planica beträgt übrigens nur sechs Springer. Nach WM-Ende war die genaue Zusammensetzung noch nicht klar. Thomas Morgenstern ist in Skandinavien jedenfalls wegen seiner im zweiten Durchgang des Teambewerbs erlittenen Verletzung des rechten Knies nicht dabei. Bei einer MRT-Untersuchung im Kärntner Sportmedizinzentrum Altis wurden am Montag ein Kapseleinriss und ein Bluterguss diagnostiziert.

"Natürlich ist der Gesamt-Weltcup von Gregor das Ziel. Das kann schon in Finnland in Lahti oder Kuopio der Fall sein", hofft Cheftrainer Alexander Pointner. Ziele seien auch der Gewinn des Nationencups sowie der Skiflug-Gesamt-Weltcup. Ins Team kehrt auch Martin Koch zurück.

Die Kombinierer haben in Lahti und Oslo noch insgesamt vier Bewerbe im Weltcup-Programm. Nicht mehr dabei ist Mario Stecher, der nach der WM ja auch ohne seine bisherige Skifirma Fischer auskommen müsste. "Mario bleibt zu Hause. Es war schon vorher ausgemacht, dass er daheim bleibt und jüngere Leute zum Einsatz kommen", behauptete Cheftrainer Christoph Eugen. Insgesamt acht ÖSV-Athleten sind im Saisonfinish dabei, neu ins Team kommen Philipp Ortner und Tobias Kammerlander.