Klagenfurt. Vier Wochen und zwei Tage nach seinem fürchterlichen Sturz auf dem Kulm, der Thomas Morgenstern auch in die Intensivstation im UKH Salzburg gebracht hat, will der Kärntner bei den XXI. Olympischen Winterspielen antreten. Dies gab der 27-jährige Kärntner am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Klagenfurter Privatklinik Maria Hilf bekannt.

Der dreifache Olympiasieger befindet sich auch laut Auskunft der Ärzte bereits in einem außergewöhnlich gutem Zustand. "Wir haben zwei MRT und zwei Schädeluntersuchungen gemacht. Diese sind genauso unauffällig wie im Sommer des Vorjahres. Auch das EEG hat keinen Hinweis für eine direkte Verletzungsfolge gezeigt", meinte Dr. Georg Lajtaj.

Sturz analysiert

Morgenstern hat den Sturz vom 10. Jänner auch psychologisch aufgearbeitet und sich auch einmal angesehen. "Einmal, das hat mir gereicht", sagte Morgenstern, der den Zwischenfall natürlich auch mit Cheftrainer Alexander Pointner analysiert hat.

Der erste Olympia-Bewerb steht am 9. Februar von der Normalschanze auf dem Programm, und Morgenstern hat für sich schon bald das hohe Ziel ausgegeben, es mit einem Start in Sotschi zu versuchen. Ans Aufhören hat er nicht wirklich gedacht. "Ich will meine Karriere nicht mit einem Sturz beenden", sagte Morgenstern, der sich nun langsam Schritt für Schritt mit Trainer Heinz Kuttin auf den Trip nach Russland vorbereiten möchte. Morgenstern will nach Möglichkeit noch vor der Abreise der Springer am 4. Februar auf einer 90-m-Schanze erste Sprünge machen.