Die Standhöhe wurde Mitte der Neunzigerjahre vom internationalen Verband FIS begrenzt, um die Auswüche der Materialrevolution einzudämmen. Höhere Standhöhen ergeben einen anderen Winkel, der die Fahrer besser auf der Taillierung ziehen lässt, andererseits die Gefahr von Verletzungen größer macht. Während des Fahrens wirken größere Kräfte auf die Knie, Fehler werden nicht selten mit Verschneidern und gefährlichen Stürzen bestraft. Scheiber, das Trainerteam und seine Atomic-Betreuer hatten sich die Überschreitung der Grenze nicht erklären können, es sei Fakt, dass er das Limit wegen Schwankungsbreiten bei Messungen nie ganz ausreize, hatte Atomic-Renndirektor Rudi Huber noch am Dienstag geklärt. Zudem habe er denselben Schuh auch bei den Rennen davor ohne Beanstandungen verwendet.

In einer eigens für eine Analyse einberufenen Sondersitzung im Werkslabor wurde der Fehler nun schnell gefunden. Und Scheiber kann zumindest beruhigt in die Jänner-Rennen gehen.