Vail/Beaver Creek/Wien. (rel/apa) Bis zu 50 Flüge täglich fertigt der Regionalflughafen Eagle County Airport, rund 60 Kilometer westlich von Vail im US-Bundesstaat Colorado gelegen, ab. Zu den bedienten Destinationen zählen neben Städten wie Denver, Atlanta, Miami oder Dallas auch Metropolen wie New York, Los Angeles oder Toronto. In den kommenden Wochen, wenn in Beaver Creek die alpine Ski-WM über die Bühne geht, werden es wohl ein paar Dutzend mehr Flugzeuge sein - gefüllt mit Skistars, Mitarbeitern, Funktionären und natürlich Fans.

Österreicher wird man in Eagle County aber wohl nur wenige sehen. Fünf Tage vor Eröffnung der Ski-WM macht sich am Mittwoch der erste große Tross des österreichischen WM-Teams auf den Weg in die USA. Zielort der Lufthansa-Maschine ab Wien: Denver. Von hier aus ist man mit dem Auto in weniger als zwei Stunden in Vail. Im Flieger in Frankfurt Platz nehmen werden zunächst hauptsächlich die Speed-Fraktionen, denn wie üblich beginnt die WM in Colorado mit dem Super G (der Damen am 3. Februar) und den Abfahrten. Marcel Hirscher, der am Dienstag noch beim Nachtslalom in Schladming (nach Redaktionsschluss) im Einsatz war, wird am Freitag nach Amerika reisen.

Bis dahin haben im ÖSV-WM-Team, das wohl aus 10 Damen und 15 Herren besteht, Matthias Mayer, Anna Fenninger und Co. in Colorado schon die ersten Trainings-Kurven im amerikanischen (Kunst-)Schnee hinter sich. Nach der Ankunft pendeln Österreichs Teams jeden Tag vom riesigen Teamquartier "The Charter" in Beaver Creek in die diversen Skigebiete. Trainiert wird im rund 45 Auto-Minuten entfernten Copper Mountain beziehungsweise am Golden Peak in Vail, das in 20 Minuten erreichbar ist. Mit dabei im Mittwoch-Flieger sind auch schon die Technikerinnen Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser. Die beiden wollen wegen der Kombination (9. Februar) auch die Abfahrts-Trainings mitmachen, das erste steht bereits am Montag auf dem Programm. Die Technik-Spezialisten fliegen später. Eva-Maria Brem und Co. sind erst in der zweiten WM-Woche an der Reihe, sie werden sich abseits des WM-Trubels in Aspen auf die WM vorbereiten.

Hirscher wiederum möchte an der WM-Kombi (8. Februar) teilnehmen und müsste dafür auch das eine oder andere Abfahrtstraining bestreiten. Er macht seinen Start in der ersten Woche davon abhängig, wie gut er seine aktuellen Gesundheitsprobleme in Griff bekommt und wie gut er drüben mit der achtstündigen Zeitumstellung sowie den Verhältnissen in Colorado zurechtkommt.