Beaver Creek. Der zweite Bewerb bei der Ski-WM in Vail/Beaver Creek brachte die erste Absage. Nachdem schon der Damen-Super-G am Vortag wegen heftiger Windböen um eine halbe Stunde verschoben worden war, entschied man sich tags darauf bei den Herren schon frühzeitig zur Absage des Super G für diesen Tag. Über Nacht hatten große Neuschneemengen für zu schlechte Pistenverhältnisse gesorgt, um 10 Uhr Ortszeit und damit eine Stunde vor dem geplanten Starttermin hieß es daher: Nichts geht mehr, neuer Termin ist nun Donnerstag, 19 Uhr MEZ. Bis dahin wird mit einer Wetterberuhigung in Colorado gerechnet. Das zweite Abfahrtstraining wird demnach erst am Freitag über die Bühne gehen.

Davor geht es im Super G, der einstigen Paradedisziplin der Österreicher, um den zweiten Medaillensatz bei diesen Titelkämpfen. Zwar ist es mit der rot-weiß-roten Dominanz schon länger vorbei, ist der Norweger Kjetil Jansrud nach den bisherigen Saisonergebnissen der große Favorit, neben dem Südtiroler Kitzbühel-Sieger Dominik Paris befinden sich aber auch die Österreicher in Lauerstellung. Geht es nach den Betreuern, hat jeder aus dem Quartett, bestehend aus Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer, Georg Streitberger, Otmar Striedinger und Hannes Reichelt, Chancen auf einen Stockerlplatz.

Für den Letztgenannten gilt das vielleicht noch ein bisschen mehr als für die anderen: Er hat den Weltcup-Super-G auf der Birds-of-Prey-Piste in dieser Saison gewonnen und fühlt sich sowohl auf dem aggressiven nordamerikanischen Schnee als auch auf dem spezifischen Gelände wohl. "Es ist vor allem die Strecke. Da ist einfach alles drinnen, was ein cooles Rennen zu bieten haben muss", erklärte er. Und sollte sich das Wetter am Donnerstag wie vorhergesagt bessern, darf man sich wohl auch auf ein faires Rennen freuen.