• vom 13.03.2015, 21:05 Uhr

Ski

Update: 13.03.2015, 21:08 Uhr

Skispringen

Iraschko-Stolz zum ersten Mal Weltcup-Gesamtsiegerin




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Von WZ Online / APA

  • Nach WM- und Olympia-Medaillen eine weitere Auszeichnung für die Parade-Skispringerin.

Oslo. Daniela Iraschko-Stolz hat ihre Skisprung-Karriere am Freitag mit einem weiteren Highlight gekrönt. Die 31-jährige Steirerin sicherte sich als erste Österreicherin den Gesamt-Weltcup. Iraschko-Stolz wurde im abschließenden Saisonbewerb in Oslo nur Fünfte, allerdings hätte ihr schon ein 19. Platz für den Triumph gereicht. Der Tagessieg ging an die japanische Titelverteidigerin Sara Takanashi.

Daniela Iraschko-Stolz hat viele Jahre Geduld beweisen müssen, ehe ihr Sport endlich olympiareif wurde. Sie holte mit 27 Jahren WM-Gold, nach einem Kreuzbandriss kam 2014 Olympia-Silber hinzu. Mit 31 eroberte die Steirerin nun auch die Weltcup-Trophäe.


Als künftige Ziele sieht die gebürtige Eisenerzerin einen Damen-Teambewerb bei Weltmeisterschaften und eine Mixed-Konkurrenz bei Olympischen Spielen.

"Man muss sie bremsen"

Iraschko hatte dazu beigetragen, dass 2011/12 endlich ein Weltcup eingeführt wurde. Der zweite Gesamtrang hinter Sarah Hendrickson (USA) blieb aber vorerst ihr bestes Abschneiden. Zehn Siege buchte die geprüfte Vermögensberaterin seither auf ihr Konto, allein fünf in der laufenden Saison.

"Daniela ist eine Sportlerin und eine Persönlichkeit, die aus sich immer das Maximum herausholen will. Manchmal musste man sie auch bremsen", beschrieb Trainer Harald Rodlauer die Athletin, die er zu Silber bei den Winterspielen in Sotschi führte. "Sie ist eine Vollblutsportlerin, die ihren Freiraum braucht", sagt ihr aktueller Coach Andreas Felder.

Als junge Springerin war die Stams-Absolventin mit flotten Sprüchen, bunt gefärbtem Haar und Schlagfertigkeit in Erscheinung getreten. Einzigartig war die am 21. November 1983 geborene Iraschko auch schon in jungen Jahren in Eisenerz, wo sie den Skilanglauf bald als "zu langweilig" empfand und als einziges Mädchen in einer Gruppe von Buben versuchte, ihren Traum vom Fliegen zu verwirklichen. "Mach lieber etwas Anderes", rieten ihre Eltern, doch mit elf Jahren setzte sie ihren Wunsch durch und sprang unter Trainer Rodlauer bald von den Schanzen.

Viele Verletzung, dennoch Topform

Die engagierte Fußballerin von Wacker Innsbruck erlitt als arrivierte Springerin mehrfach Blessuren. Doch sie überwand einen Kapseleinriss im Knie kurz vor der so erfolgreich bestrittenen WM 2011 in Oslo ebenso wie einen Kreuzbandriss, der 2013 ihr WM-Antreten als Titelverteidigerin verhinderte.

Seit einem neuerlichen Eingriff im linken Knie Ende Februar 2014 wegen einer Meniskusverletzung ist die 31-Jährige aber frei von Beschwerden. "Natürlich ist es nicht mehr so wie mit 15 Jahren. Aber ich kann alles tun, kann Fußball spielen und habe keine Rückenprobleme. So schlimm kann es also nicht sein", meint Iraschko-Stolz.

Das Leben als Profisportlerin, das der Polizistin nun möglich ist, will sie noch möglichst lange genießen. "Momentan könnte ich mir nichts Schöneres vorstellen. Aber je älter man wird, desto mehr muss man tun. Deshalb denke ich von Halbjahr zu Halbjahr", sagte Iraschko-Stolz, die seit 31. August 2013 mit ihrer Partnerin Isabel verheiratet ist, vor dem Saisonfinale.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-03-13 21:06:03
Letzte Änderung am 2015-03-13 21:08:15



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