St. Moritz. Die Herren eröffnen mit dem Super G am Mittwoch (12 Uhr/live ORFeins) ihre Medaillenjagd bei der Ski-WM in St. Moritz. Zum Topfavoriten Nummer eins wird Saisondominator Kjetil Jansrud gestempelt. Auch Titelverteidiger Hannes Reichelt und Matthias Mayer zählen zu den Gold-Tipps. Weiters für Österreich am Mittwoch am Start sind Marcel Hirscher, Max Franz und Vincent Kriechmayr.

Jansrud wartet noch auf einen Weltmeistertitel, vor zwei Jahren in Beaver Creek war er Kombinations-Zweiter, es ist seine bisher einzige WM-Medaille. Im Super G schrammte er als Vierter am Stockerl vorbei. Mit der Strecke in St. Moritz kommt er zurecht, beim Weltcupfinale im März war er hinter dem Schweizer Beat Feuz und zeitgleich mit Landsmann Aleksander Aamodt Kilde Zweiter. Für Norwegen wäre es der erste WM-Titel in dieser Disziplin seit Lasse Kjus 1999, der in Vail ex aequo mit Hermann Maier gewann.

"Der Favorit kommt aus Norwegen, das ist der Kjetil", meinte daher auch Reichelt, der aber auch seinen Landsmann Mayer und damit den Super-G-Sieger von Kitzbühel auf der Rechnung hat. Wie viele erwartet der Salzburger eine zügige Kurssetzung, die seinem Kärntner Teamkollegen auch entgegenkommen würde. Zudem sieht der 36-Jährige "definitiv einen Vorteil für die Schweizer", die vergangenes Jahr vor dem Weltcupfinale und heuer vor der WM auf der Strecke trainiert haben.

Abfahrts-Olympiasieger Mayer, der sich im Training im WM-Vorfeld in bestechender Form präsentiert haben soll, will bei der Frage nach den Topfavoriten auch nicht diskutieren. "Kjetil", kam es prompt. Auch er erwähnt zudem Beat Feuz, der beim Weltcupfinale in St. Moritz mit Abfahrt und Super-G gleich das Speed-Double geschafft hatte. "Die Schweizer haben hier brutal gute Leistungen gezeigt. Die wollen gerade daheim alles geben", vermutet Mayer.

Und auch Marcel Hirscher sei "sicherlich hoch einzuschätzen". Er traue ihm eine Medaille zu. "Er ist der beste Skifahrer der Gegenwart, er hat auch schon öfters gezeigt, dass er schnell sein kann. Wenn er einen guten Tag hat, ist es auf jeden Fall möglich." Daran will der ÖSV-Star noch nicht denken. Er werde versuchen, das Maximum rauszuholen, aber schnell seien dann andere, sagte Hirscher am Dienstag.