• vom 20.11.2017, 15:56 Uhr

Ski


Skisprung-Weltcup

Später Adler fängt den Wurm




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  • Skispringen: Neben Stefan Kraft sorgte der bereits 24-jährige Daniel Huber in Wisła für Aufsehen.

Nach Rang zwei im Team gab es für Stefan Kraft (l.) und Daniel Huber auch im Einzel Spitzenränge.

Nach Rang zwei im Team gab es für Stefan Kraft (l.) und Daniel Huber auch im Einzel Spitzenränge.© afp Nach Rang zwei im Team gab es für Stefan Kraft (l.) und Daniel Huber auch im Einzel Spitzenränge.© afp

Wisła. Das ÖSV-Skispringerteam hat nach längerer Zeit wieder einen Aufsteiger im Weltcup in seinen Reihen. Der 24-jährige Salzburger Daniel Huber krönte seine starken Leistungen des Auftakt-Wochenendes in Wisła mit einem sechsten Platz und der Tageshöchstweite von 131 Metern am Sonntag. "Daniel hat bei der Kür noch einen draufgesetzt, er ist mit so viel Herz gesprungen", lobte Cheftrainer Heinz Kuttin, der sich überdies über zwei Stockerlplätze zum Auftakt freuen durfte: Nach Rang zwei im Team am Samstag gelang auch Stefan Kraft am Sonntag mit Rang drei der Sprung aufs Siegerfoto.

Huber, dessen ein Jahr jüngerer Bruder Stefan ebenfalls der zweiten Trainingsgruppe angehört, hatte sich den Startplatz unter anderem durch einen Sieg beim Kontinentalcup in Stams vor Stefan Kraft sowie mit starken Trainingsleistungen verdient. Der Flachgauer Huber und der Pongauer Kraft kennen einander seit den gemeinsamen Anfängen vor etwas mehr als zehn Jahren. "Im Austria Cup haben wir uns oft gematcht", erzählt Kraft. "Einmal hat in einer Saison er zwei Bewerbe gewonnen - und ich auch zwei. Ab dem Alpencup war ich dann vorn." Und 19-jährig zeigte Kraft bereits bei der Vierschanzentournee mit Rang drei in Bischofshofen auf.


Wie Huber erst mit 24 Jahren im Skisprung-Weltcup zu landen, ist freilich ungewöhnlich - der späte Durchbruch hat aber seine Gründe. Denn Hubers Karriere wurde immer wieder durch Verletzungen gebremst, nach einem Kreuzbandriss vor drei Jahren machte er sich sogar Gedanken über die Sinnhaftigkeit einer weiteren Fortsetzung. "Es war schon ein paar Mal schwierig, auch finanziell. Aber ich habe von daheim super Unterstützung gehabt. Das zahlt sich jetzt aus", schildert der Mann aus Seekirchen am Wallersee. "Dass jetzt Stefan und ich in die Top Sechs springen, ist super." Er habe gewusst, dass er ähnliches Potenzial habe wie sein einstiger Zimmerkollege im Skigymnasium Stams, meint Huber selbstbewusst.

Im heurigen Sommer hatte Huber allerdings neuerlich wegen einer Knöchelblessur fünf Wochen pausieren müssen - vielleicht gar kein Nachteil, wie er meint. "Das dürfte mir gutgetan haben, denn seither springe ich sehr konstant", erklärt der Gesamtvierte des Kontinentalcups. In Wisła fiel ihm von Anfang an alles sehr leicht. "Skispringen kann so einfach sein", sagt Huber. Mit dem sechsten Platz gibt sich der ehrgeizige Athlet aber nicht zufrieden. "Ich höre nicht auf zu kämpfen, es sind noch fünf vor mir."

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Dokument erstellt am 2017-11-20 15:59:05



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