• vom 24.11.2017, 17:04 Uhr

Ski

Update: 24.11.2017, 21:56 Uhr

Ski-Weltcup

Start im Ausnahmezustand




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  • Mit Trauerflor und bei frühlingshaften Temperaturen beginnt in Lake Louise die Abfahrtssaison.

In Lake Louise beginnt’s - aber nur, wenn der Wettergott mit den Speed-Piloten ein Einsehen hat.

In Lake Louise beginnt’s - aber nur, wenn der Wettergott mit den Speed-Piloten ein Einsehen hat.© USA-Today/Bolte In Lake Louise beginnt’s - aber nur, wenn der Wettergott mit den Speed-Piloten ein Einsehen hat.© USA-Today/Bolte

Lake Louise. 2017 erfolgt der Start in die Speedsaison der Herren unter besonderen Umständen. Knapp zwei Wochen nach dem tödlichen Trainingsunfall des Franzosen David Poisson soll am Samstag (20.15 Uhr/ORFeins) in Lake Louise der erste Abfahrtssieger der Olympiasaison ermittelt werden. Doch statt sich wie üblich bei klirrend kalten Bedingungen die Hochgeschwindigkeitsstrecke im Banff-Nationalpark runterzustürzen, sorgen frühlingshafte Temperaturen und zwei Trainingsabsagen für tiefe Sorgenfalten bei den Verantwortlichen. Falls der Speed-Saisonauftakt stattfinden kann, ist eines aber gewiss: Die Norweger sind die Favoriten. Schließlich haben sie acht der jüngsten neun Kanada-Rennen gewonnen.

Beim ÖSV, für den das Ski-Resort in Alberta seit dem Sieg von Michael Walchhofer anno 2010 kein wirklich guter Boden ist, hofft man zum Trainer-Einstand von Sepp Brunner zumindest auf einen Stockerl-Platz. Dafür soll in einer verjüngten Mannschaft einer der von Hannes Reichelt angeführten Routiniers sorgen. Während für den Salzburger die nicht so anspruchsvolle Piste in Kanada nicht zu den Lieblingsabfahrten zählt und der 37-Jährige deshalb in beiden Rennen mit Top-Ten-Platzierungen zufrieden wäre, werden außer Max Franz und Vincent Kriechmayr vor allem Matthias Mayer gute Chancen zugebilligt.


Der Olympiasieger hatte im Vorbereitungs-Training am meisten überzeugt. Mit zuletzt gleich drei zweiten Plätzen ist Mayer aber vor allem im Super G am Sonntag (20 Uhr/ORFeins) ein Mitfavorit. "Wir sind ganz gut drauf. Vielleicht werden einige am Anfang der Saison wieder schneller sein als wir. Aber wir werden trotzdem alles geben", versprach der 27-jährige Kärntner. Vincent Kriechmayr wurde deutlicher. "Die ganze Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht", meinte der Oberösterreicher. "Wir sind auf jeden Fall stärker als vergangenes Jahr."

Zu verdanken ist das auch dem neuen Trainer. Samstag steht erstmals Sepp Brunner am Abfahrts-Kommandostand der Österreicher. Unter dem in der Schweiz so erfolgreichen Steirer soll es wieder deutlich aufwärtsgehen. Zu den neuen Impulsen Brunners zählte in der Vorbereitung auch ein spezielles Starttraining unter ÖSV-Langlauf-Koordinator Trond Nystad. "Dort liegen wertvolle Zehntel, die wir nicht mehr liegen lassen wollen", erklärte Reichelt.

Für Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher zählt vor dem Start, "dass wir seit langem wieder einmal eine Vorbereitung ohne Verletzungen hatten". Auch die fast schon traditionellen Abstimmungsprobleme auf dem nordamerikanischen Schnee glaubt man nun in den Griff bekommen zu haben. "Wenn du in eine Saison gehst, in der jeder Vertrauen hat, dann bist du bereit", meinte Puelacher daher zuversichtlich. "Außerdem waren wir beim Training in Copper Mountain mit allen Teams auf Tuchfühlung. Auch das stimmt mich positiv." Womöglich werde es zunächst zwar noch nicht für den Sieg reichen. "Aber um das Podest können wir mitfahren", sagte der Tiroler überzeugt. Die Jungen hätten natürlich andere Ziele. "Sie sollen vor allem die Strecke kennenlernen. Weltcup-Punkte wären ein schöner Erfolg."

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Ski-Weltcup, Lake Louise

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-11-24 17:08:10
Letzte Änderung am 2017-11-24 21:56:03



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