• vom 01.01.2018, 17:05 Uhr

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Kraftlos in Garmisch




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  • ÖSV-Hoffnung Stefan Kraft blieb beim Neujahrsspringen weit hinter den Erwartungen zurück.

Stefan Kraft zeigte sich über sein Aus "ratlos".

Stefan Kraft zeigte sich über sein Aus "ratlos".© apa/dpa/Warmuth Stefan Kraft zeigte sich über sein Aus "ratlos".© apa/dpa/Warmuth

Garmisch-Partenkirchen. Kamil Stoch hat seine Topform vom ersten Bewerb der Vierschanzentournee konserviert und auch auf der zweiten Station in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Im Kampf um den Gesamtsieg zeichnet sich nun ein Duell mit dem Deutschen Richard Freitag ab, der so wie am Samstag wieder Zweiter war. Platz drei in Garmisch ging an den Norweger Anders Fannemel. Österreichs Adler erlebten hingegen ein Debakel. Nur zwei Österreicher waren im Finish dabei, Gregor Schlierenzauer wurde 19., Michael Hayböck 20. Damit stand das schlechteste Garmisch-Ergebnis der ÖSV-Adler seit 1979 fest.

Stefan Kraft, der einzige ÖSV-Springer mit einer Erfolgschance bei der Vierschanzen-Tournee, hat seine Hoffnungen auf eine Wiederholung des Gesamtsieges von 2014/15 schon bei der zweiten Konkurrenz begraben müssen. Der Salzburger verpasste am Neujahrstag in Garmisch die Qualifikation für das Finale - damit ist kein vorderer Gesamtrang mehr möglich. Über die Gründe rätselte auch Kraft selbst. "Ich bin etwas ratlos", gab Kraft zu. "Das Gespür in der Hocke war in diesen zwei Tagen nicht da. Ich habe alles probiert, aber es ist nicht gegangen. Das ist ein sehr bitterer Tag." Der 24-Jährige war zum fünften Mal in seiner Karriere nicht im Finale der besten 30 vertreten - diesmal wegen des nur bei der Tournee geltenden K.o.-Systems im ersten Durchgang. Er verlor mit 122,5 Metern gegen den Slowenen Ziga Jelar (125,5) um 1,7 Punkte. In einem herkömmlichen Weltcup wäre er als 22. weitergekommen.


Der Doppelweltmeister war diesmal mit der Olympiaschanze von Beginn an nicht gut zurechtgekommen. Die drei Sprünge am Sonntag und auch der Probedurchgang zu Neujahr gelangen nicht nach Wunsch. "Dabei hatte ich mich mit der Schanze in den vergangenen Jahren gut angefreundet", erklärte der Vorjahres-Dritte, der vor Weihnachten auf diesem Bakken im ÖSV-Training überzeugt hatte. Den Druck der Tournee oder die Last, im ÖSV-Team alleine alle Hoffnungen zu tragen, hätten keine Rolle gespielt, sagte Kraft. Er habe diesmal kein Gefühl für die Schanze gefunden.

"Fans etwas Schönes zeigen"
Kraft wollte aber nicht zu Grübeln beginnen, sondern diesen Tag rasch abhaken. "Das ist halt heute einmal passiert. Es ist blöd gelaufen, ich habe probiert, da rauszukommen, aber es war halt etwas in die falsche Richtung. Übermorgen geht’s weiter. Ich hoffe, dass ich dann wieder g’scheit runterziehe", sagte der Salzburger und baute auch auf die Unterstützung der Fans. "Ich hoffe, dass trotzdem in Österreich viele Fans kommen, vielleicht können sie uns etwas rausreißen aus dem kleinen Loch, in dem wir sind", erklärte Kraft. "Ich will die Tournee gut abschließen und den Fans etwas Schönes zeigen."

Die Tournee übersiedelt nach dem Ruhetag am Dienstag auf den Innsbrucker Bergisel, wo am Mittwoch die Qualifikation und am Donnerstag der Hauptbewerb am Programm steht.




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Dokument erstellt am 2018-01-01 17:08:06



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