• vom 22.01.2018, 16:48 Uhr

Ski

Update: 22.01.2018, 16:58 Uhr

Ski alpin

Letzte Chance Schladming




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Von Christian Mayr

  • Der Nachtslalom am Dienstag ist die letzte Gelegenheit auf einen Heimsieg eines ÖSV-Athleten im Olympiawinter.

Diesmal war es Marcel Hirscher, der in Kitzbühel zu Henrik Kristoffersen aufsehen musste.

Diesmal war es Marcel Hirscher, der in Kitzbühel zu Henrik Kristoffersen aufsehen musste.© reu/Ebenbichler Diesmal war es Marcel Hirscher, der in Kitzbühel zu Henrik Kristoffersen aufsehen musste.© reu/Ebenbichler

Schladming. Zwei Mal die Damen, neun Mal die Herren - mit elf Siegen (in 49 Rennen) verläuft der Olympiawinter für die ÖSV-Athleten recht erfolgreich. Einen Schönheitsfehler hat die bisherige Bilanz allerdings: Just in der Heimat, wo die Emotionen und die Zuschauergunst immer enorm hoch sind und die Erfolge daher allgemein als ausnehmend schön beschrieben werden, klappt es heuer nicht mit dem Gewinnen. Drei Stockerlplätze im Nationalheiligtum Kitzbühel am Wochenende - durch Matthias Mayer im Super G, Hannes Reichelt in der Abfahrt und Marcel Hirscher im Slalom - sind zwar aller Ehren wert, aber der erwartete Heimsieg wurde doch deutlich verpasst. Am Dienstag (17.45/20.45 Uhr/ORFeins) gastiert der Ski-Zirkus beim Nachtslalom-Spektakel in Schladming bereits zum letzten Mal in Österreich - für Hirscher, Michael Matt, Manuel Feller und Co. gibt es also nur noch einmal die Chance zum Heimtriumph.

Bei den Damen, die am Dienstag am Kronplatz in Südtirol (10/13 Uhr/ORFeins) einen Riesentorlauf bestreiten, gab es heuer weder in Sölden noch in Lienz einen Stockerlplatz; Bernadette Schild als Zweite im Nachtslalom von Flachau und Cornelia Hütter als Dritte im Super G von Bad Kleinkirchheim sorgten für die Highlights in der Heimat. Im dichten Herren-Rennkalender des Olympiawinters gibt es heuer ohnehin nur zwei Stationen in Österreich, nachdem der Riesentorlauf-Auftakt in Sölden abgesagt werden musste.


In Kitzbühel endete am Sonntag vorerst die Siegesserie von Weltcupdominator Hirscher, dem letztlich fast eine Sekunde auf Henrik Kristoffersen, den neunten Saison- und den 54. Karriere-Weltcupsieg fehlten. Dennoch überwog beim 28-jährigen Salzburger die Freunde, es beim Klassiker auf dem Ganslerhang wieder aufs Siegerbild geschafft zu haben. "So frech bin ich schon, dass ein oder zwei Zuschauer nach Kitzbühel gekommen sind, um Marcel Hirscher zumindest auf dem Podium zu sehen. Da fällt mir schon immer ein Stein vom Herzen, wenn man dann so performen kann wie im Ausland."

Als Ursache für den beträchtlichen Rückstand auf den Norweger, der erstmals seit Schladming 2017 aufs oberste Treppchen zurückgekehrt ist, machte Hirscher den pickigen Schnee aus, der in dicken Flocken vom Kitzbühler Himmel fiel. "Da hat sich schon im Training abgezeichnet, dass ich mir bei Neuschnee schwerertue. Da fehlt einfach eine Sekunde." Seine Befürchtung ist, dass die Bedingungen in Schladming ähnlich sein werden und somit die Chance auf seinen dritten Sieg auf der Planai - den ersten nach dem WM-Titel 2013 - schwindet. Wiewohl er im Grunde optimistisch bleibt: "Es ist die erste Möglichkeit für eine neue Serie", meinte Hirscher.

Wenn’s wieder weich ist, steigen freilich die Siegchancen von Matt, dem am Sonntag ein Blackout zum Verhängnis wurde - nach einem Fabellauf im ersten Durchgang hätte er Kristoffersen fordern können, wäre er nicht im Mittelteil eine Vertikale falsch angefahren. "Klassisch verfahren", wie der Tiroler bitter enttäuscht anmerkte.

Der 24-Jährige darf sich dafür aufgrund seiner bisherigen Top-Platzierungen mit dem fixen Olympiaticket trösten, das nun auch Vizeweltmeister Feller dank Rang fünf in Kitzbühel auch im Slalom gelöst hat. Womit in Schladming ein Dreikampf um den vierten Restplatz im Torlauf-Team angesagt ist: Sowohl Christian Hirschbühl (Neunter in Adelboden), als auch Marc Digruber (Zehnter in Wengen) und Marco Schwarz (Neunter in Val d’Isère) haben heuer einen Top-Ten-Platz zu Buche stehen. Einen Vorteil genießt der letztgenannte Kärntner: Er hat seinen Startplatz als Kombinierer schon fix.

Ski-Weltcup:

Herren-Slalom in Kitzbühel:

1. Henrik Kristoffersen (Nor) 1:48,49

2. Marcel Hirscher (Ö)+0,97

3. Daniel Yule (Sz)+1,35

4. Victor Muffat-Jeandet (Fr) +2,16

5. Manuel Feller (Ö) +2,22

Slalom in Schladming

Dienstag, 17.45/20.45 Uhr

Damen-Super-G in Cortina:

1. Lara Gut (Sz) 1:14,78

2. Johanna Schnarf (It)+0,14

3. Nicole Schmidhofer (Ö)+0,27

4. Anna Veith (Ö)+0,31

Riesentorlauf am Kronplatz

Dienstag, 10/13 Uhr




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-01-22 16:53:06
Letzte Änderung am 2018-01-22 16:58:11



Ski-WM 2019 in Aare

WM-Programm



WM-Ergebnisse



Medaillenspiegel

Nation G S B Gesamt
1. Norwegen 2 1 1 4
1. Schweiz 2 1 1 4
3. USA 2 0 2 4
4. Österreich 1 4 3 8
5. Frankreich 1 1 1 3
5. Italien 1 1 1 3
5. Slowakei 1 1 1 3
8. Slowenien 1 1 0 2
9. Deutschland 0 1 0 1
9. Schweden 0 1 0 1


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