Seefeld. (rel) Wenn am Wochenende in Seefeld der Startschuss für den Heimweltcup für Österreichs Langlauf-Asse fällt, werden die Augen vor allem auf eine Dame gerichtet sein: Teresa Stadlober. Denn während dem Herrenteam mit Max Hauke, Bernhard Tritscher, Dominik Baldauf und Co. kaum Chancen auf einen Spitzenplatz im Skating-Sprint über 1,5 Kilometer am Samstag (13.45 Uhr) und im Skating über 15 Kilometer am Sonntag (11.20 Uhr) zugetraut werden, arbeitet die 24- Jährige im WM-Ort 2019 an ihrer Olympia-Form.

Zwar wähnt sich Stadlober wegen der Ruhepause nach der Tour de Ski noch nicht wieder in Topform, dennoch liegt ihr Trainingsfokus längst vorrangig auf den Spielen in Pyeongchang in 14 Tagen. "Seefeld wird hart, weil alles auf Olympia ausgerichtet ist. Ziel sind trotzdem die Top sechs", erklärte Stadlober vor dem ersten Langlauf-Weltcup in Österreich seit Dezember 2003 in Ramsau. Ihre Spitzenplatzserie will sie bei der Olympia-Generalprobe trotzdem prolongieren. "Ich hoffe, dass der letzte Punch, der mir in Planica gefehlt hat, wieder da ist. Im Massenstart kann sicher was möglich sein, diese Rennen liegen mir", sagte Stadlober. Auf Medaillenspekulationen lässt sich die ÖSV-Hoffnungsträgerin aber nicht ein. "Das Ziel sind die Top Sechs. Da bin ich vorsichtig", meinte sie und nannte die Zeitverschiebung, die Verpflegung und ihr Fehlen bei der Generalprobe im Vorjahr als Unsicherheitsfaktoren.

Hoffnung auf Lukas Klapfer


Einen Zahn zulegen müssen wiederum die Herren. Das weiß auch ÖSV-Cheftrainer Alexander Marent. "Es waren schon gute Ergebnisse dabei. Sie haben das Vermögen, ganz vorne mitzulaufen, das nötige Glück muss jetzt auch einmal kommen. Dann hoffen wir, dass wir vorne dabei sein können", meinte der Coach. Pech habe man besonders in Oberstdorf gehabt, als Tritscher und Baldauf im Spitzenfeld liegend kurz vor dem Ziel zu Sturz gekommen waren. "Da könnte ich mich noch immer grün und blau ärgern, da wäre viel möglich gewesen."

Für das ÖSV-Kombinierer-Team mit Lukas Klapfer, Bernhard Gruber, Mario Seidl und Wilhelm Denifl wird es bereits am Freitag beim Einzelbewerb von der Normalschanze und über fünf Kilometer (14 Uhr/16.10 Uhr) ernst. Für Österreich hatte zuletzt Klapfer mit zwei Stockerlplätzen angeschrieben, weswegen der Steirer nun auch vor Heimpublikum um das Stockerl mitmischen will. "Mit der Form, mit der ich herkomme, will ich gut sein. Ich war hier vor vielen Jahren schon Zweiter, deshalb habe ich sehr gute Erinnerungen und bin gern da", betonte Klapfer. Ein Selbstläufer seien die Bewerbe von Freitag bis Sonntag (Normalschanze und 5, 10 beziehungsweise 15 Kilometer) freilich nicht. "Spielen darf man sich da nicht, ein schlechter Sprung, und es ist vorbei", sagte Klapfer. Sein Team habe sich aber nach schwachen Leistungen in der Ramsau gesteigert. "Die Sprünge und die Laufform kommen besser. Ich hoffe, dass wir in Seefeld auch wieder vorne dabei sind. Und uns auch den letzten Schliff für Olympia holen können", sagte er.