• vom 13.03.2018, 16:47 Uhr

Ski


Ski-Weltcup

Eisiges Finale in Aare




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  • Das Rennen um Abfahrts-Kristall wird noch einmal spannend. Wenn das Wetter mitspielt.

Der schwedische Skiort Aare präsentiert sich nach wie vor tiefwinterlich. - © apa/expa/Groder

Der schwedische Skiort Aare präsentiert sich nach wie vor tiefwinterlich. © apa/expa/Groder

Aare. (rel) Schneefall und starker Wind haben am Dienstag das erste geplante Abfahrtstraining der Herren beim Alpinski-Finale im schwedischen Aare erneut gefährdet. Zwar konnte nach längerem Zuwarten gestartet werden, allerdings bedeutet das nicht, dass das Rennen am Mittwoch (10.30 Uhr/ ORFeins) als solches gesichert ist. Spielt das Wetter wieder verrückt, könnte die Abfahrt vom Super-G-Start gefahren werden. Sollte witterungsbedingt auch das nicht gehen, wird die letzte Abfahrt dieser Saison abgesagt und ersatzlos gestrichen. Der Gewinner der kleinen Kristallkugel stünde mit Beat Feuz dann auch ohne Finalergebnis fest. Der Schweizer führt im Weltcup mit einem Polster von 60 Zählern vor dem Norweger Aksel Lund Svindal.

Geht man nach dem Trainingsergebnis am Dienstag, ist aber alles noch offen. Als ein möglicher Favorit auf den Sieg gilt Vincent Kriechmayr, der in Aare die zweitschnellste Zeit erzielte. Der Oberösterreicher musste sich nur Svindal um 0,32 Sekunden geschlagen geben. Dritter wurde der Deutsche Kitzbühel- und Kvitfjell-Sieger Thomas Dreßen (+0,39 Sekunden). Hannes Reichelt (+0,84) belegte immerhin Rang sieben, während Matthias Mayer (+1,23), Max Franz (+1,26) und Romed Baumann (+1,62) über die Plätze 12, 13 und 20 nicht hinauskamen. Feuz (mit Torfehler) kam auf den 17. Rang.


Bei den Damen haben die Italienerin Sofia Goggia (429 Punkte), US-Star Lindsey Vonn (406) sowie die Liechtensteinerin Tina Weirather (358) noch Chancen auf das Kristall. Die Bestzeit im Abfahrtstraining (wenn auch auf verkürzter Strecke) hat überraschend die US-Amerikanerin Alice McKennis (mit 57,11 Sekunden) aufgestellt. Auf Platz zwei kam die Tschechin Ester Ledecká (+0,23). Abgeschlagen die Favoritinnen: Die im Weltcup voranliegende Goggia war mit Torfehler Neunte (+0,70), ihre Herausforderin Vonn hatte als Fünfte 0,56 Rückstand. Dennoch wird die Italienerin im Kampf um Kristall am Mittwoch (12 Uhr/ORF eins) versuchen, ihren Vorsprung auf Vonn und Weirather zu verteidigen. Österreichs Abfahrtsquartett für das letzte Saisonrennen in Aare bilden Stephanie Venier, Nicole Schmidhofer, Anna Veith und Ramona Siebenhofer, wobei beim Training am Dienstag nur Letztere mit Platz sieben (+0,59) unter die Top Ten fuhr. Die Wertungsvierte Cornelia Hütter fehlt wegen einer bei einem Trainingssturz erlittenen Lungenprellung und einer Läsion der Milz. Ihr vierter Rang in der Disziplinwertung ist daher gefährdet.

Positive ÖSV-Bilanz für Aare
Dabei war Aare bisher immer ein gutes Pflaster für den ÖSV gewesen. Beim Weltcup-Finale 2009 etwa fiel die bisher knappste Entscheidung um den Gesamtweltcup bei den Herren, als der Norweger Svindal nach einem Ausfall von Benjamin Raich im Slalom die große Kugel mit nur zwei Punkten Vorsprung gewann. Die einzige Kugel in der Saison 2008/2009 für Österreich eroberte in der Abfahrt Michael Walchhofer, der den Erfolg auch erst in Aare fixierte. Der Skiort in Jämtlands län kam zuletzt im Herren-Weltcup 2014 als Ersatzort zum Zug, weil wegen akuten Schneemangels die Frankreich-Rennen von Val d’Isère verlegt werden mussten. Beste Erinnerungen daran hat Marcel Hirscher, der Salzburger gewann damals in Aare den Flutlicht-Riesentorlauf vor Ted Ligety (USA) und Stefan Luitz (D) sowie den Slalom vor Felix Neureuther (D) und Alexander Choroschilow (Rus).

Die Weltcup-Damen wiederum waren hier das bisher letzte Mal im Dezember 2015 am Start. Damals sicherte sich Vonn den Sieg im Riesentorlauf vor Eva-Maria Brem und der Italienerin Federica Brignone. Den Slalom wiederum gewann Petra Vlhová aus der Slowakei vor Frida Hansdotter (Sd), Nina Löseth (Nor) und der zuletzt zurückgetretenen Salzburgerin Michaela Kirchgasser. In Erinnerung geblieben sind den Österreichern aber nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Wetterkapriolen - beispielsweise als Aare 2007 Austragungsort der alpinen Ski-Weltmeisterschaften war. Das Wetter bot mit Temperaturen von bis zu minus 30 Grad, heftigen Schneefällen, Nebel und Wind alle Stückeln. Österreich gewann je drei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen und damit die Medaillenwertung, von den Läufern ist niemand mehr aktiv.




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Dokument erstellt am 2018-03-13 16:53:45



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