• vom 15.03.2018, 17:18 Uhr

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Kriechmayr zum Zweiten




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  • Oberösterreicher gewinnt Super G - und will nächstes Jahr die Kugel.

Vincent Kriechmayr denkt nach seinem Speed-Double in Aare schon an die nächsten Ziele. - © TT News Agency/reuters

Vincent Kriechmayr denkt nach seinem Speed-Double in Aare schon an die nächsten Ziele. © TT News Agency/reuters

Aare. Vincent Kriechmayr verlässt den WM-Schauplatz von 2019 mit einem Doppelsieg. Der Oberösterreicher holte sich beim Weltcup-Finale in Aare nach der Abfahrt auch den Sieg im Super G, das bedeutete Platz zwei in der Disziplinenwertung hinter dem Norweger Kjetil Jansrud, der schon davor als Kristallgewinner festgestanden war. Im Tagesrennen auf den Plätzen landeten Christof Innerhofer und gleichauf Aksel Lund Svindal und Thomas Dreßen. Alle sechs Österreicher kamen auf dem verkürzten Rennen mit einer Siegerzeit von nur 49,43 Sekunden in die Top 15 und damit in die Punkteränge. Hannes Reichelt war Fünfter, Christian Walder Neunter, Marcel Hirscher in seinem ersten Super G seit einem Jahr Zehnter, Max Franz Zwölfter und Matthias Mayer 13. Der Kärntner hatte am Vortag ex aequo mit Kriechmayr in der Abfahrt triumphiert.

Der 26-jährige Kriechmayr schlug zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden und zum dritten Mal in seiner Karriere zu. "Gewöhnt bin ich das nicht, aber es ist kein schlechtes Gefühl." Er habe gewusst, dass es ein enges Rennen werde und er alles riskieren müsse. "Bei ein paar Schwüngen habe ich vielleicht ein bisserl zu viel Richtung gemacht, aber der Rest ist mir einfach wirklich leicht von der Hand gegangen. Ich war voll am Limit und freue mich, dass die Hundertstel auf meiner Seite waren." Anders als am Vortag stand er alleine ganz oben auf dem Stockerl. "Das geht auch, aber ich bin auch recht gern mit dem Mothl auf dem Podest gestanden, das war wunderbar, etwas Spezielles", sagte Kriechmayr. Für die nächste Saison hat er sich - "wie jeder, der hier am Start ist" - die Kugel zum Ziel gesetzt. Dafür müsse er aber noch an der Konstanz arbeiten und die kleinen Fehler vermeiden. Heuer fehlten nach sechs Rennen 80 Zähler auf Jansrud. Dieser sorgte dafür, dass Norwegen zum siebenten Mal in Folge diese Kugel gewann. "Ich bin froh, dass ich das schon in Kvitfjell erledigt habe", sagte der Tagessechste.


Hirscher wollte sich nach seiner starken Fahrt ("Ich habe mich gescheit reingehaut und versucht, Gas zu geben, es ist sehr gut gegangen.") weder darauf festlegen, ob er im kommenden Jahr vermehrt in den Speed-Disziplinen zu sehen sein wird, noch ob er eine Pause einlegen oder überhaupt aufhören wird. Die Aussagen des Salzburgers deuten aber nicht darauf hin, dass er seine Karriere beenden wird. Die Speed-Rennen wären schon "reizvoll", sagte er - "aber es ist schwer, alles unter einen Hut zu kriegen, wenn man Slalom und Riesentorlauf auf dem Niveau beibehalten will."

Bei den Damen landeten die Österreicherinnen am Donnerstag nicht auf dem Stockerl; Anna Veith wurde bei Sofia Goggias Sieg Achte. Die Kristallkugel ging an die Liechtensteinerin Tina Weirather, die zwar mit einem Vorsprung ins Finale gegangen war, aber auch vom Ausfall ihrer Verfolgerin Lara Gut profitierte.




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Dokument erstellt am 2018-03-15 17:23:59



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