• vom 21.03.2018, 16:57 Uhr

Ski


Marcel Hirscher

"Das jetzt herauszuposaunen, ist nicht so meines"




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  • Marcel Hirscher zieht eine erfreuliche Bilanz, hält sich aber über seine Zukunft bedeckt. Skifahren will er in jedem Fall auch weiterhin.


© Herbert Neubauer/apa © Herbert Neubauer/apa

Wien. Wenn sich Marcel Hirscher der Presse stellt, sind Blitzlichtgewitter und erhobene Journalistenhände die Norm. So auch bei seinem letzten öffentlichen Auftritt für längere Zeit am Mittwoch, wo er kurz vor Antritt seines Urlaubes erneut Bilanz über den abgelaufenen Erfolgswinter zog. Wobei sich die Fragen nur um ein Thema zu drehen schienen. Nur: Eine Antwort wollte der Ski-Superstar (noch) nicht geben. Eine Entscheidung, ob er seine Karriere überhaupt fortsetzt, weitermacht wie bisher oder vielleicht mehr Speed- Rennen bestreiten wird, sei noch offen, soll aber "ehestmöglich" fallen, sagte Hirscher, der am Mittwoch auf Einladung seines Sponsors Raiffeisen in Wien weilte.

"Das schulde ich meinem Team und meinen Partnern. Dementsprechend bemühe ich mich, dass ich so früh als möglich eine Entscheidungsfindung herkriege", erklärte der Salzburger auf die Frage, bis wann er seine Zukunft klären wolle. Die Tendenz gehe momentan Richtung weitermachen wie bisher, also Konzentration auf Riesentorlauf und Slalom. Entschieden sei aber noch nichts, so Hirscher. Auch klar definierte Ziele für eine mögliche Karrierefortsetzung habe er nicht. "Das ergibt sich in der Saison, welche Möglichkeiten man hat. Das jetzt rauszuposaunen, ist nicht so meines", so Hirscher, der sich nach wie vor sehr motiviert zeigt. "Das merkt man, dass mir Rennfahren taugt."


Und wie: Im abgelaufenen Winter hat der 29-Jährige mit 13 Weltcupsiegen, den Kristallkugeln für den siebenten Gesamtsieg sowie die Riesentorlauf- und Slalomwertungen und zwei Olympia-Goldmedaillen seine bisher beste Saison abgeliefert - und das trotz einer Knöchelverletzung im Herbst, die aber mittlerweile geheilt sei, wie der Annaberger betonte.

Trotz seiner Seriensiege ortet der Doppelolympiasieger Verbesserungspotenzial. "Es ist so, dass man noch Optimierungsmöglichkeiten hat." Seine Ausrüstung habe jedenfalls viel zum Erfolgslauf beigetragen. Er habe unfassbar gutes Material und Setup gehabt, bekräftigte Hirscher. Das sei nicht selbstverständlich, denn durch die Materialumstellung im Riesentorlauf habe es auch Verlierer gegeben. Seine zuletzt widersprüchlichen Aussagen über die Speedpläne erklärte er mit seiner eigenen Ungewissheit über diese.

Trotz seiner Erschöpfung nach dem harten Winter wird Hirscher auch in nächster Zeit die Ski anschnallen. Er fliegt am Donnerstag mit Freunden zum Heli-Skiing nach Kanada. Für ihn ist das kein Widerspruch, habe er doch in seinem Urlaub erst ein einziges Mal Skiurlaub gemacht. "Das war vor drei Jahren auch Heliskiing. Das ist die einzige Begründung."

Seine auslaufenden Verträge mit Raiffeisen und Ausrüster Atomic dürften demnächst verlängert werden. "Das ist beides mehr oder weniger unter Dach und Fach", so Hirscher. Die Frage nach der Vertragslänge beantwortete er mit einem Kopfschütteln. Auch so eine Entscheidung. Aber auch sie wird irgendwann gefällt werden.




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Dokument erstellt am 2018-03-21 17:03:52



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