Auch abseits der Skipiste darf Marcel Hirscher einen speziellen Rekord für sich beanspruchen. Der 29-jährige Salzburger, der sich zum siebenten Mal in Folge den Gesamtweltcup im alpinen Skisport geholt hat und in Südkorea Doppelolympiasieger wurde, ist zum fünften Mal Österreichs "Sportler des Jahres". Bisher hielt er als Spitzenreiter gemeinsam mit Hermann Maier bei vier Titeln.

Nur Annemarie Moser-Pröll mit sieben Auszeichnungen als "Sportlerin des Jahres" wurde in der Vergangenheit in einer der Hauptkategorien öfter geehrt.

Das weibliche Pendant zu Hirscher war diesmal Snowboarderin Anna Gasser.  Sie hat auch im vergangenen Winter der internationalen Big-Air-Szene ihren Stempel aufgedrückt. Es ist die zweite Trophäe in Folge für die 27-jährige Kärntnerin, die sich ganz dem Erarbeiten neuer Tricks verschrieben hat.

Die 1,67 m große Oberkärntnerin ist eine Spätstarterin auf dem Board. Die ehemalige Schülerin des BRG Spittal/Drau war bis 15 erfolgreiche Turnerin und Sportakrobatin, nach drei Jahren Pause vom Sport suchte sie sich mit 18 eine neue Herausforderung. Ihr Cousin brachte ihr auf dem Mölltaler Gletscher die ersten Tricks auf dem Snowboard bei - Saltos und Schrauben waren ihr bekannt, sie musste nur noch das Fahren hinbekommen. Und die Erfolge stellten sich rasch ein.

Im November 2013 zeigte Gasser als erste Frau einen "Cab Double Cork 900", einen doppelter Rückwärtssalto mit zweieinhalb schraubenförmigen Drehungen. Auf dem Weg zu WM-Gold 2017 in der Sierra Nevada erntete sie für den historischen "Backside Double Cork 1080" 100 Punkte, beim X-Games-Sieg heuer in Aspen zeigte sie ihn verkehrt angefahren als "Cab Double Cork 1080". Bei Olympia präsentierte sie beide Varianten und faszinierte damit die Fachwelt. 1080 - auch Zehner genannt - bedeutet drei Drehungen.