• vom 19.06.2018, 16:58 Uhr

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Formel 1

Partnerwechsel bei Red Bull




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  • Formel-1-Team fährt ab kommender Saison mit Honda-Motoren.

Salzburg. Wenige Tage vor dem Grand Prix von Frankreich am Sonntag (16.10 Uhr) hat das Red-Bull-Team die Weichen für die kommende Saison gestellt. Wie das österreichisch-britische Team am Dienstag auf seiner Website mitteilte, werde man 2019 und 2020 mit Honda-Motoren fahren. Damit endet nach der laufenden Saison die zwölfjährige Zusammenarbeit mit Renault, die mit je vier Fahrer- und Konstrukteurstiteln von 2010 bis 2013 große Erfolge brachte.

Diese Entscheidung zum Antriebswechsel war erwartet worden, da Red Bull in den vergangenen Jahren mit der Motorentwicklung des französischen Konzerns extrem unzufrieden war. Zudem wird das Schwesterteam Toro Rosso bereits seit diesem Jahr von Honda mit Triebwerken beliefert. Man wolle künftig nicht "nur um Grand-Prix-Siege, sondern auch um WM-Titel" kämpfen, sagte Teamchef Christian Horner. "Diese Partnerschaft mit Honda signalisiert eine neue Ära für die Red Bull Group in der Formel 1, in der die beiden Teams - Toro Rosso und Red Bull Racing - von einem gemeinsamen Lieferanten profitieren, koordiniert durch Red Bull Technology", erklärte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko. Am offiziellen Teamnamen "Aston Martin Red Bull Racing" werde sich aber nichts ändern.


Wechselhafte Geschichte
Honda zeigte sich ebenfalls hocherfreut über die Kooperation mit beiden Rennställen von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. "Wir glauben, dass wir durch die Zusammenarbeit mit Toro Rosso und Red Bull Racing unserem Ziel, Rennen und WM-Titel zu gewinnen, näher kommen werden", sagte Honda-Boss Takahiro Hachigo. Laut Horner habe man sich die Entscheidung alles andere denn leicht gemacht. Doch "großen Fortschritte" von Honda bei der Zusammenarbeit mit Toro Rosso hätten alle bei Red Bull "beeindruckt". "Nach sorgfältiger Überlegung und Evaluierung sind wir uns sicher, dass diese Partnerschaft mit Honda die richtige Entscheidung für das Team ist", betonte der 44-jährige Engländer.

Gleichzeitig dankte Horner Renault für die vergangenen zwölf Jahre, in denen man "unglaubliche Momente gemeinsam erlebt" habe, vor allem die vier WM-Triumphe en suite des Deutschen Sebastian Vettel und bisher insgesamt 57 Grand-Prix-Siege. Doch seit dem Umstieg von V8- auf V6-Motoren im Jahr 2014 dominiert Mercedes, Red Bull feierte seither nur noch zehn Rennsiege und hatte keine Chance auf weitere Titel. Drei Mal wurde der Brite Lewis Hamilton Weltmeister in einem Mercedes (2014, 2015 und 2017), einmal dessen deutscher Teamkollege Nico Rosberg, der nach seinem WM-Triumph 2016 zurücktrat. Red Bull war dagegen zuletzt hinter Mercedes und Ferrari nur noch die dritte Kraft in der Motorsport-Königsklasse. Für diesen Rückfall wurde vor allem die mangelnde Leistungsstärke der Renault-Aggregate verantwortlich gemacht. Mercedes und Ferrari sollen zwischenzeitlich sogar einen Vorteil von über 100 PS gehabt haben. Heuer feierte Red Bull aber durch Daniel Ricciardo bereits zwei Siege. In der Fahrerwertung liegen trotzdem Ferrari-Star Vettel und Titelverteidiger Hamilton klar vor dem Australier, der knapp hinter dem Finnen Valtteri Bottas im zweiten Mercedes nach sieben von 21 Saisonläufen WM-Vierter ist.

Honda war 2015 als Motorenpartner von McLaren in die Formel 1 zurückgekehrt. Die dreijährige Zusammenarbeit verlief katastrophal und kostete den japanischen Konzern viel Renommee. Doch seit dem Wechsel zur Scuderia Toro Rosso, die heuer schon 19 Punkte auf dem WM-Konto hat, befindet sich Honda wieder im Aufschwung. Diese positive Entwicklung überzeugte nun auch die Red-Bull-Verantwortlichen.




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Dokument erstellt am 2018-06-19 17:04:27


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