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Update: 28.12.2018, 17:32 Uhr

Amos Oz

Von der Liebe und der Finsternis




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Von WZ Online

  • Geschichte, Literatur und Politik waren für Amos Oz untrennbar verknüpft.

Internationale Ausgaben von Amos Oz.

Internationale Ausgaben von Amos Oz.

Der israelische Schriftsteller Amos Oz ist am Freitag in seiner Heimat im Alter von 79 Jahren an Krebs gestorben. Der unter dem Namen Amos Klausner in Jerusalem als Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine geborene Autor war auch als Gründer der Friedensbewegung Schalom Achschaw  - als Peace Now. bekannt - auch politisch aktiv. Er wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und immer wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis genannt.

In seinem großen autobiografischen Roman Eine Geschichte von Liebe und Finsternis greift er auf die Geschichte seiner Familie zurück. Das Leben osteuropäischer Juden, die Pogrome, die zionistische Hoffnung bilden den Hintergrund für die Kibbuz-Bewohner, die mit neuem Selbstvertrauen die Schrecken der Vergangenheit hinter sich lassen wollen und doch immer wieder davon eingeholt werden. Kristallisationspunkt des Textes ist der Selbstmord von Oz' Mutter.

Oz hat sich stets gegen die israelische Besatzungspolitik ausgesprochen und engagiert. Gleichzeitig betonte der im Sechstagekrieg 1967 und im Jom-Kippur-Krieg 1973 als Soldat aktive Autor jedoch das Recht Israels auf Selbstverteidigung. Das Konzept des Nationalstaats erschien ihm überholt, doch stellte er fest, dass dessen Beseitigung realpolitisch nur schwer umsetzen ließ.

Zu den bekanntesten Werken von Oz zählen die Romane "Mein Michael", "Der perfekte Frieden", "Black Box", "Ein anderer Ort", "Eine Frau erkennen" sowie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis".



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-12-28 15:46:37
Letzte Änderung am 2018-12-28 17:32:10



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