• vom 08.10.2013, 16:11 Uhr

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Update: 08.10.2013, 20:30 Uhr

PISA

Schreiben, rechnen, le..s..en




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Ausbildungssystem: Länder mit einer Kombination aus dualem und rein schulischem Berufsbildungssystem wie Österreich schneiden in der Alltagsmathematik überdurchschnittlich ab, liegen beim Lesen und beim Problemlösen im Kontext neuer Technologien aber höchstens im Mittelfeld.

Berufsgruppen: Nach Berufsgruppen geordnet erzielen in Österreich die akademischen Berufe die besten Leseleistungen (Mittelwert: 300), gefolgt von den Führungskräften (290) und Technikern (285), die schlechtesten Werte weisen Hilfsarbeiter (238) auf. Bei PIAAC entsprechen sieben Punkte einem Bildungsjahr.


Bildungsniveau: Je höher der Bildungsabschluss, desto besser ist auch die Lesekompetenz. Personen mit Hochschulabschluss erreichen in Österreich einen Durchschnitt von 308 Punkten, Personen mit maximal Pflichtschulabschluss 252 Punkte.

Erwerbstätigkeit: Erwerbstätige erzielen gegenüber Arbeitslosen und Nicht-Erwerbspersonen ein signifikant besseres Ergebnis. Bei der Leseleistung kommen die Erwerbstätigen in Österreich auf einen Mittelwert von 274 Punkten, Arbeitslose (259) und Nicht-Erwerbspersonen (258) unterschieden sich nicht stark. Auch in den anderen OECD-Staaten schneiden die Erwerbstätigen klar besser ab.

Einkommen: Den stärksten Zusammenhang zwischen Einkommen und Kompetenzniveau gibt es in der Alltagsmathematik. Der durchschnittlich erreichte Punktewert der 20 Prozent mit dem niedrigsten Einkommen liegt bei 256 Punkten, jener des obersten Quintils bei 304 Punkten.

Geschlecht: Männer erreichen in Österreich in allen drei Kompetenzbereichen signifikant bessere Leistungen als Frauen. Beim Lesen kommen die Männer auf einen Mittelwert von 272 Punkten (OECD: 274), die Frauen auf 267 Punkte (OECD: 272). In der Mathematik erreichen die Männer 282 Punkte (OECD: 275), die Frauen 268 (OECD: 264). Beim Problemlösen erreichen 49 Prozent der Männer (OECD: 47,4) die beiden höchsten Kompetenzstufen, nur 39,5 Prozent der Frauen (OECD: 42).

Gesundheitszustand: Je höher die Lesekompetenz, desto besser wird der eigene Gesundheitszustand beschrieben. Wer seinen Gesundheitszustand als "ausgezeichnet" oder "sehr gut" beschreibt, kommt im Schnitt auf 279 Punkte, Personen mit mittelmäßiger bis schlechter Gesundheit auf 248.

Migranten: Entscheidender Faktor für die Leistung ist weniger der Ort der Geburt, sondern die Erstsprache. Wer eine andere Erstsprache als Deutsch spricht, erzielt deutlich schlechtere Leistungen (239 Punkte; OECD: 247) - egal, ob er in Österreich oder im Ausland geboren wurde. Personen mit Deutsch als Erstsprache erreichen 274 Punkte (OECD: 276).

PIAAC und Pisa: Die Ergebnisse von Pisa und PIAAC sind in etwa miteinander vergleichbar. Allerdings liegt bei PIAAC der Fokus stärker auf der Anwendbarkeit in Beruf und Alltag.

Arbeitsmarkt: Auch Personen, die nur die beiden schlechtesten Lese-Kompetenzstufen erreichen, zeigen in Österreich eine hohe Arbeitsmarktbeteiligung von 62 Prozent - das ist signifikant über dem OECD-Schnitt (56 Prozent).

Soziale Herkunft: Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen Lesekompetenz und dem Bildungshintergrund der Eltern, dieser liegt im OECD-Schnitt. Der Anteil der Personen in den beiden niedrigsten Lesekompetenzstufen sinkt von 27,5 Prozent bei Kindern von Personen mit maximal Pflichtschulabschluss auf 5,8 Prozent bei Akademikerkindern.

Wirtschaftszweige: Beschäftigte in der Informations- und Kommunikationsbranche erzielen die besten Leseleistungen (296), unterdurchschnittlich sind diese bei Beschäftigten der Gastronomie (257).

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Schlagwörter

PISA, OECD

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Dokument erstellt am 2013-10-08 16:13:07
Letzte Änderung am 2013-10-08 20:30:21


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