• vom 01.04.2016, 02:02 Uhr

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Update: 01.04.2016, 09:57 Uhr

Abschiebung

Amnesty: Türkei zwingt Syrer zur Rückkehr




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Von WZOnline, APA, dpa

  • Fast täglich Männer, Frauen und Kinder zurückgeschickt. Türkei ist "kein sicherer Drittstaat".

Die türkischen Küstenstädte Cesme und Dikili sollen die ersten Flüchtlinge in Empfang nehmen, die ab Montag aus Griechenland in die Türkei zurückgeschickt werden sollen.
 - © APAwe / Reuters, Umit Bektas

Die türkischen Küstenstädte Cesme und Dikili sollen die ersten Flüchtlinge in Empfang nehmen, die ab Montag aus Griechenland in die Türkei zurückgeschickt werden sollen.
© APAwe / Reuters, Umit Bektas

Ankara. Die Türkei soll in den vergangenen Wochen massenhaft Flüchtlinge aus Syrien in das Bürgerkriegsland abgeschoben haben. Seit Jänner seien fast täglich Männer, Frauen und Kinder in Gruppen von bis zu 100 Menschen gegen ihren Willen zurückgeschickt worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Donnerstag. Die genaue Zahl der Abschiebungen sei nicht bekannt.

Amnesty befürchtet, dass Tausende von Menschen betroffen sein könnten. "In einem Fall hat Ankara drei kleine Kinder ohne ihre Eltern nach Syrien abgeschoben, in einem anderen Fall wurde eine Frau, die im achten Monat schwanger war, zur Rückkehr nach Syrien gezwungen", sagte Marie Lucas, Türkei-Expertin der Organisation in Deutschland.

Türkei ist "kein sicherer Drittstaat"

Nachforschungen an der türkischen Südgrenze hätten gezeigt, dass die Türkei derzeit kein "sicherer Drittstaat" für Flüchtlinge sei. Die EU-Mitgliedstaaten müssten Ankara deshalb umgehend auffordern, Flüchtlingen Schutz zu gewähren und Menschenrechtsverletzungen zu beenden. Bis dahin dürfe die EU Schutzbedürftige nicht bedenkenlos von Griechenland in die Türkei abschieben.

Eine zwischen der Europäischen Union und der Türkei getroffene Vereinbarung sieht vor, dass ab dem 4. April in Griechenland mit der Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei begonnen werden soll.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-03-31 16:13:27
Letzte Änderung am 2016-04-01 09:57:38


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