• vom 22.11.2017, 16:38 Uhr

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Update: 23.11.2017, 11:42 Uhr

Frauen-Nationalmannschaft

Über Maria Enzersdorf nach Palma




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  • Österreichs ÖFB-Frauen-Nationalteam will in der WM-Qualifikation auch gegen Israel und Spanien punkten.

Kein Kniefall vor Israel: Österreich hat gegen die Nahost-Truppe zuletzt immer gewonnen. - © afp

Kein Kniefall vor Israel: Österreich hat gegen die Nahost-Truppe zuletzt immer gewonnen. © afp

Maria Enzersdorf. (apa/rel) Während die ÖFB-Herren die WM-Qualifikation verpasst haben und nun unter Neo-Trainer Franco Foda einen Neustart wagen, stehen Österreichs Frauen-Nationalteam zur Erreichung dieses Ziels noch etliche Hürden bevor. Jedenfalls zählen für die Damen von Coach Dominik Thalhammer am Donnerstag (20.30 Uhr/ORFeins) im WM-Qualifikations-Duell mit Israel nur drei Punkte. Dabei ist die Ausgangslage so übel nicht: Blieb die ÖFB-Auswahl nach einem Auftakt-4:0 in Serbien am 19. September in der Gruppe 7 noch makellos, wartet der Underdog nach den Aufeinandertreffen mit Serbien (0:2) und Pool-Favorit Spanien (0:6) noch auf die ersten Tore und Punkte.

Der Papierform nach wird sich das also auch in der BSFZ-Arena in Maria Enzersdorf nicht ändern. Schließlich verlor die Nummer 55 der Welt (seit einem Heim-2:2 gegen Wales im Dezember 2015) alle ihre Qualifikationsspiele (WM und EM). Der letzte Sieg einer israelischen Damen-Elf liegt mit einem 1:0 in Dänemark zum WM-Qualifikationsabschluss im September 2014 noch länger zurück. Damit ist die Elf von Teamchef Meir Nachmias zehn Qualifikationsspiele ohne Sieg. Auf die leichte Schulter will der ÖFB den Gegner dennoch nicht nehmen. "Uns erwartet eine schwierige Aufgabe, Israel wird zu elft verteidigen", betonte der ÖFB-Teamchef. Gegen den tiefen Abwehrblock gilt es vor mehr als 2000 Zuschauern (2200 Karten waren bis Mittwochmittag weg) Lösungen zu finden. "Wir spielen gegen einen Gegner, dem wir in puncto Spielstärke überlegen sein werden. Da kommt es unter anderem auch auf die Ruhe im Ballbesitz an. Wir müssen freie Räume finden, werden viel Geduld brauchen und müssen mit vielen Gegenbewegungen an der letzten Linie arbeiten", erklärte Thalhammer.

Nicht zur Verfügung stehen ihm weiterhin die langzeitverletzte Lisa Makas und Kapitänin Viktoria Schnaderbeck, die von ihren Knieproblemen nicht genesen ist. Mit Laura Feiersinger wird zudem eine weitere Stütze des Weltranglisten-20. nicht mitkicken können. Die Offensivspielerin hat seit dem 1:0-Sieg des SC Sand gegen Jena in der deutschen Frauenliga am Sonntag muskuläre Probleme. "Eine der besten Spielerinnen der Euro zu ersetzen, ist nie einfach. Es ist deshalb umso wichtiger, als Kollektiv zu funktionieren und fokussiert an die Aufgabe heranzugehen", betonte der 47-jährige Wiener, dem mit Barbara Dunst (Mittelfußknochen-Haarriss) eine weitere EM-Teilnehmerin fehlt.

Geht es nach Thalhammer, soll die Truppe im Israel-Spiel Selbstvertrauen für das Aufeinandertreffen mit Spanien am Dienstag (20.15 Uhr/ORF Sport+) tanken. In Palma de Mallorca kommt es zur Neuauflage des EM-Viertelfinales, als Österreich nach torlosen 120 Minuten mit 5:3 im Elfmeterschießen die Oberhand behalten hatte. Glaubt man Buchmachern, werden sich beide Teams auch den Gruppensieg untereinander ausmachen. Der ist besonders wichtig, da nur Rang eins ein fixes Ticket für die WM-Endrunde 2019 in Frankreich bringt.

Weiße Weste gegen Israel

Zuletzt waren ÖFB-Torfrau Manuela Zinsberger und Co. abseits des Rasens im Mittelpunkt gestanden. Die Auszeichnung als Mannschaft des Jahres bei der Sporthilfe-Gala und der Frauen-Power-Award der Bundes-Sportorganisation BSO gelten als Belohnung für die Halbfinal-Teilnahme bei der EM-Premiere im Juni. Nun soll der nächste Schritt folgen - und in Maria Enzersdorf auf die WM-Qualifikation hingearbeitet werden.

An Israel hat Österreich übrigens nur gute Erinnerungen. In der jüngsten EM-Qualifikation hat die Thalhammer-Truppe auswärts am 25. Oktober 2015 dank eines Tors von Nadine Prohaska 1:0 gewonnen. Am 6. Juni 2016 folgte in Horn ein 4:0-Erfolg, bei dem sich neben einem Eigentor Rekord-Torschützin Nina Burger (2) und Virginia Kirchberger in die Schützenliste eintrugen. Mit Zinsberger, Verena Aschauer, Carina Wenninger, Sarah Puntigam, Sarah Zadrazil, Nicole Billa und Nina Burger werden sieben Damen von der damaligen Startformation auch diesmal ziemlich sicher beginnen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-11-22 16:44:13
Letzte Änderung am 2017-11-23 11:42:50


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