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Update: 10.01.2018, 20:03 Uhr

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Von Christian Rösner

  • Unterstützt Häupl Schieder? In einem gemeinsamen Gespräch zerpflücken sie das Programm der Regierung.

Außen ruhig, innen stürmisch: Ludwig und Schieder drohen die Partei endgültig zu spalten. - © SPÖ Wien

Außen ruhig, innen stürmisch: Ludwig und Schieder drohen die Partei endgültig zu spalten. © SPÖ Wien

Wien. Das definierte Thema des Hintergrundgesprächs ist eigentlich die Mobilmachung der Wiener SPÖ gegen das Programm der Bundesregierung: "Auf der einen Seite der Plan des Sozialabbaus und auf der anderen Seite der inoffizielle Plan, die Sozialdemokraten aus dem Wiener Rathaus zu vertreiben", erklären der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und der geschäftsführende SPÖ-Klubchef im Parlament, Andreas Schieder, am Dienstagabend. Aber das Interesse gilt einem anderen Thema. Denn das gemeinsame Gespräch findet 18 Tage vor dem Landesparteitag statt, bei dem Häupl den Parteivorsitz abgibt - und zwar nach einer Stichwahl zwischen Ludwig und Schieder.

Ein Signal dafür, dass Häupl gerne Schieder als seinen Nachfolger sehen würde? "Sicher nicht", meint Häupl auf Nachfrage der Journalisten und verweist auf einen bereits absolvierten gemeinsamen Termin mit Michael Ludwig zum Spatenstich für die neuen Gemeindewohnungen in Favoriten. Das war allerdings vor einem Monat. Dennoch: Eine Empfehlung für einen der beiden Kandidaten auszusprechen - "das ist nicht mein Job", betont Häupl.

"Keinen Fehler gemacht"

Auch dass er vor dem Hintergrund der parteiinternen Querelen der vergangenen Monate etwas falsch in der Nachfolgefrage gemacht haben könnte, glaubt er nicht. Und einen Vergleich mit der reibungslosen Amtsübergabe in Niederösterreich von Erwin Pröll an Johanna-Mikl-Leitner lässt er nicht zu. Anderes Bundesland, andere Partei, andere Voraussetzungen, andere Personen. Er bleibt dabei: "In der Nachfolgefrage habe ich keinen Fehler gemacht."

Auf der Seite der Ludwig-Unterstützer sieht man das anders. Häupl sei gerade dabei, die Partei endgültig in die Luft zu sprengen, heißt es da. Er versuche - gemeinsam mit Landtagspräsident Harry Kopietz, Finanzstadträtin Renate Brauner, Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger und Landesparteisekretärin Sybille Straubinger -, Michael Ludwig um jeden Preis zu verhindern. Bis vor kurzem sei alles ruhig gewesen, alle hätten sich zurückgehalten. Doch dann sei in einem Zeitungsinterview die Kritik Schieders an der laxen Wohnpolitik Ludwigs gekommen.

"Und als klar geworden ist, dass sich die Gewerkschaft hinter Ludwig stellt, hat die Landesparteisekretärin plötzlich angekündigt, dass die Debatte am Wahl-Parteitag nicht öffentlich ist und es nun doch eine offene Diskussion geben soll", empört sich ein Delegierter. Schließlich habe sich der Parteivorstand im Dezember darauf geeinigt, dass sich die beiden Kandidaten im Vorfeld des Landesparteitages in zwei Hearings den Fragen der Delegierten stellen - "um damit eine Diskussion am Landesparteitag zu vermeiden, die einen der beiden Kandidaten beschädigen könnte", so der Insider weiter.




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Dokument erstellt am 2018-01-10 17:56:08
Letzte Änderung am 2018-01-10 20:03:11


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