• vom 07.02.2018, 13:32 Uhr

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Update: 07.02.2018, 14:14 Uhr

Prognose

Viele Digitalwährungen werden untergehen




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Von WZ Online, APA, dpa, Reuters

  • Nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Arten werden überleben, meint Goldman-Experte.

Der Bitcoin als älteste und bekannteste Cyberwährung hat seit Mitte Dezember rund 60 Prozent seines Werts verloren. Der Gesamtwert aller Digitalwährungen ist seit Anfang Jänner um etwa 460 Mrd. Dollar (373 Mrd. Euro) oder rund 55 Prozent gefallen. - © APAweb/AFP, Jack Guez

Der Bitcoin als älteste und bekannteste Cyberwährung hat seit Mitte Dezember rund 60 Prozent seines Werts verloren. Der Gesamtwert aller Digitalwährungen ist seit Anfang Jänner um etwa 460 Mrd. Dollar (373 Mrd. Euro) oder rund 55 Prozent gefallen. © APAweb/AFP, Jack Guez

Frankfurt. Ein Großteil der derzeit rund 1.500 Kryptowährungen wird nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs nicht lange existieren. Vielmehr dürfte nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Arten überleben, schreibt Steve Strongin, Chef für "Investment Research" bei Goldman Sachs, in einer aktuellen Studie.

Die starken Kursschwankungen von Bitcoin und Co sprechen laut Strongin für eine Preisblase, also ein nicht nachhaltiges Kursniveau. Derzeit stehen faktisch alle Digitalwährungen unter erheblichem Druck. Ausschlaggebend sind in erster Linie Regulierungsbestreben in vielen Industrie- und Schwellenländern.

Der Bitcoin als älteste und bekannteste Cyberwährung hat seit Mitte Dezember rund 60 Prozent seines Werts verloren. Der Gesamtwert aller Digitalwährungen ist seit Anfang Jänner um etwa 460 Mrd. Dollar (373 Mrd. Euro) oder rund 55 Prozent gefallen.

"Die hohe Korrelation zwischen den verschiedenen Kryptowährungen besorgt mich", schreibt Strongin mit Blick auf häufig synchron auftretende Kursschwankungen. Weil Digitaldevisen keinen Eigenwert wie beispielsweise Edelmetalle besäßen, dürften die meisten von ihnen bis auf einen Kurs von null fallen.

Optimistischer bewertet der Experte die Blockchain-Technik, die vielen Kryptowährungen zugrunde liegt. Diese Technik - eine Art dezentrales Kontenbuch - könne Prozesse im Finanzwesen verbessern. Jedoch schränkt Strongin ein, dass die Geschwindigkeit der Technik noch zu gering für viele Finanzgeschäfte sei.

Forscher: Notenbanken sollten Digitalwährungen nutzen
Zentralbanken sollten Digitalwährungen für grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr nutzen. Dies könnte Transaktionen beschleunigen und Gebühren minimieren, schrieben Experten der regierungsnahen chinesischen Academy of Social Sciences in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Zahlungen könnten in weniger als einem statt wie bisher drei bis fünf Tagen abgewickelt werden. Die Kosten reduzierten sich auf maximal 1 von 7,2 Prozent. "Außerdem erhalten Schwellenländer einen fairen und einfachen Zugang zu diesen Dienstleistungen."

Für dieses digitale Zahlungssystem seien drei Varianten denkbar, schrieben die Forscher weiter. Die Ausgabe einer Cyber-Devise durch den Internationalen Währungsfonds (IWF), virtuelle Währungen einzelner Staaten oder eine Kombination aus beidem. Letzteres sei am praktikabelsten. Die Einführung einer solchen Kryptowährung wäre eine Konkurrenz für das bisherige Zahlungsabwicklungssystem Swift.

Digitale Währungen wie Bitcoin können in Sekundenschnelle weltweit transferiert werden. Die Details der Transaktionen werden verschlüsselt in einer Datenbank gespeichert, der sogenannten Blockchain. Diese Technologie gilt als sicher.

China will den bis jetzt ungeregelten Markt für Kryptowährungen zügeln. Gleichzeitig prüft die dortige Zentralbank die Einführung einer eigenen Cyber-Devise.





Schlagwörter

Prognose, Bitcoin

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-07 13:34:12
Letzte Änderung am 2018-02-07 14:14:13


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