• vom 22.02.2018, 16:52 Uhr

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Update: 22.02.2018, 21:08 Uhr

Betriebsansiedlungen

Österreich zieht immer mehr Investoren an




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  • Wirtschaftsministerin präsentiert Rekord bei Betriebsansiedlungen und kündigt weitere Erleichterungen für Firmengründer an.

Investoren schätzen an Österreich die Stabilität und Sicherheit, so Ministerin Schramböck. - © Carina KARLOVITS

Investoren schätzen an Österreich die Stabilität und Sicherheit, so Ministerin Schramböck. © Carina KARLOVITS

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Wien. (ede) Dass Österreich ein guter Wirtschaftsstandort ist, hat sich mittlerweile bis nach China herumgesprochen. Eine Tochterfirma des großen chinesischen Autoherstellers Great Wall Motor (82.000 Beschäftigte weltweit) hat im niederösterreichischen Kottingbrunn seinen ersten Forschungs- und Entwicklungsstandort in Europa eröffnet. Mittelfristig sollen dort rund 150 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden. Der Fokus der Great Wall Motors Austria Research & Development GmbH liegt auf der Entwicklung von Antriebskomponenten wie Elektromotor, Leistungselektronik und Software für Elektro- und Hybridfahrzeuge der nächsten Generationen.

Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr 344 ausländische Unternehmen (nach 319 im Jahr 2016) in Österreich niedergelassen. Für die staatliche Betriebsansiedlungsagentur Austrian Business Agency ist das ein neuer Rekord, freut sich ABA-Chef Rene Siegl. Er präsentierte die Ansiedlungsbilanz am Donnerstag gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (vormals Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft).


Österreich punktet mit Stabilität und Sicherheit
Investoren schätzen an Österreich die Stabilität und Sicherheit, sagte Schramböck. Auch die Stellung als Brücke zu Ost- und Südosteuropa und das duale Ausbildungssystem ziehen Unternehmen aus dem Ausland an. Die mit den Neuansiedlungen verbundenen Investitionen stiegen um 2,6 Prozent auf 723,85 Millionen Euro. Bei den neu geschaffenen Arbeitsplätzen gab es einen leichten Zuwachs um 1,9 Prozent auf 2672.

Die meisten Investoren kommen aus Deutschland (118), gefolgt von Italien, der Schweiz und Slowenien (jeweils 26). Ansiedlings-Hot-Spot ist nach wie vor Wien mit 157 erfolgreich abgeschlossenen Investitionsprojekten. So hat sich etwa Baher Al Hakim aus Dubai mit seinem Unternehmen Medicus für Wien als neuen Unternehmensstandort entschieden. Mit der App Medicus bietet Al Hakim eine Art digitalen Gesundheitscoach an: Die Plattform visualisiert Daten, Zahlen und medizinische Ausdrücke von Bluttests und ärztlichen Befunden. Die Ergebnisse werden verständlich dargestellt sowie Verbesserungsempfehlungen abgegeben. Medicus ist eines von 24 Start-ups, das sich 2017 in Österreich angesiedelt hat. 2016 waren es erst 18, im Jahr 2015 erst 9 Start-ups gewesen, die sich für Österreich als Firmensitz entschieden hatten.

Im Steigen ist auch der Anteil jener Unternehmen, die am Standort Österreich Forschung und Entwicklung (F&E) betreiben. 2015 waren es noch 16 gewesen, 2017 aber bereits 34.

Damit Österreich noch attraktiver wird, will Wirtschaftsministerin Schramböck bürokratische Hürden für Unternehmensgründer weiter abbauen und Genehmigungen für Betriebsanlagen erleichtern. So sollen Anlagengenehmigungen in Zukunft erst ab einer Größe von 400 oder 600 Quadratmetern nötig sein statt wie bisher ab 200 Quadratmetern. Zudem sprach sich Schramböck für eine Senkung der Abgaben und Lohnnebenkosten aus.

Rasche Versorgung
mit 5G-Technologie

Die frühere A1-Managerin - sie schied nach einem Konflikt mit Telekom-Austria-Boss Alejandro Plater im Oktober 2017 aus dem Unternehmen aus - betonte, dass bei der im Herbst anstehenden Vergabe weiterer Mobilfunkfrequenzen der rasche Rollout der neuen 5G-Technologie in Österreich im Vordergrund stehe. Die Einnahmen aus der Auktion sollen nicht dem Stopfen von Budgetlöchern dienen, betonte Schramböck. Die Versteigerung im Jahr 2013 sei weltweit eine der am schlechtesten konzipierten gewesen, kritisierte sie.

Die RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) hat Versorgungsauflagen festgesetzt, um ein Horten von Frequenzen zu verhindern, und wird die Höchstmenge an zu erwerbenden Frequenzen beschränken, damit nicht ein Bieter allein den Großteil kaufen und Mitbewerber vom Markt verdrängen kann. Das Auktionsverfahren wird diesmal einfacher als zuletzt sein.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-22 16:56:30
Letzte Änderung am 2018-02-22 21:08:15


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