• vom 30.04.2018, 18:14 Uhr

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Update: 01.05.2018, 08:42 Uhr

Iran

Autoritäre Regimes gegen Telegram




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Von WZ Online

  • Russische und iranische Behörden verbieten die Kommunikations-App Telegram.

Was nicht kontrolliert werden kann, wird im Iran und in Russland verboten.

Was nicht kontrolliert werden kann, wird im Iran und in Russland verboten.

Nach Russland verbietet auch der Iran die Kommunikations-App Telegram. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim soll das Verbot durch die iranische Justizbehörde ab sofort gelten. Damit haben sich nach monatelangen Diskussionen die Hardliner des Landes gegen Präsident Hassan Rouhani durchgesetzt.

Dementsprechend wird das Verbot von Beobachtern als schwere Niederlage für Rouhani, seine Regierung und die gesamte Reformbewegung im Land eingestuft. Grund für die Beliebtheit von Telegram ist die Verschlüsselung der Kommunikation, beim Chatten wie bei Telefonaten oder dem Tausch von Fotos und Videos.

In Russland hat ein Moskauer Gericht eine Blockade von Telegram angeordnet. Der Geheimdienst FSB verlangt, die Codes für die Verschlüsselung des Programms zu bekommen, was das Unternehmen definitiv abgelehnt hat.

Als Reaktion protestierten am Montag in Moskau Tausende für ein freies Internet. Auch der Oppositionelle Alexej Nawalny schloss sich der Kundgebung an. Medien zufolge nahmen zwischen 7.000 und 12.000 Menschen an der Protestaktion teil. Ein Bündnis von 26 Organisationen, die in den Bereichen Menschenrechte und Informationsfreiheit engagiert sind, forderte die sofortige Aufhebung der Sperren.

Nebenbei Google blockiert

Die Sperren durch die Internet-Behörde Roskomnadzor  zeitigten einige unerwünschte Nebenwirkungen. Viele User können die Google-Dienste YouTube, Gmail, Google Play, Google Drive, und reCAPTCHA nicht erreichen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-30 18:15:30
Letzte Änderung am 2018-05-01 08:42:40


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