• vom 29.05.2018, 07:45 Uhr

Top News

Update: 29.05.2018, 09:19 Uhr

Bürgerbewegung

Strolz reizt die Gründung einer europäischen Bewegung




  • Artikel
  • Lesenswert (8)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • "Ein steiles Ziel": Für Europa wünscht sich der scheidende Neos-Chef einen gemeinsamen Pass.

Die NEOS waren wohl nicht sein letztes "Baby": Matthias Strolz hat neue Visionen.

Die NEOS waren wohl nicht sein letztes "Baby": Matthias Strolz hat neue Visionen.© APAweb / Georg Hochmuth Die NEOS waren wohl nicht sein letztes "Baby": Matthias Strolz hat neue Visionen.© APAweb / Georg Hochmuth

Wien. Den scheidenden NEOS-Chef Matthias Strolz würde die Gründung einer europäischen Bürgerbewegung reizen. Im Puls 4-"Sommergespräch" schränkte er allerdings ein, dass jetzt der falsche Zeitpunkt dafür sei. Und auch für das nächste Jahr, in dem die EU-Wahl stattfindet, schloss er dies aus. Nach seinem Rückzug bei den NEOS wolle er jetzt mehr Zeit für die Familie haben.

EU-Grenze als "unsere" Grenze

Für Europa wünscht sich Strolz als "steiles Ziel" einen gemeinsamen europäischen Pass. Das werde nicht in fünf oder zehn Jahren umzusetzen sein, sei aber eine Vision. Er plädierte dafür, die EU-Außengrenze als unsere Grenze zu begreifen.

Um nach Europa zu kommen, gibt es für Strolz "vier Türen". Die erste ist Asyl für verfolgte Menschen, die zweite ist befristeter subsidiärer Schutz für Kriegsflüchtlinge, die dritte Arbeitsmigration, wobei sich Österreich aussucht, wer kommt und die vierte ist die "geschlossene Tür".

Spekulationen über mögliche Gründe für seinen angekündigten Rücktritt wies Strolz neuerlich zurück. "Es muss nicht immer ein Königsmord sein", bekräftigte Strolz, dass er von sich aus die Führung geordnet übergeben wolle. Er hätte vielleicht noch ein oder zwei Jahre die Partei führen können, dann wäre er aber in die "Gründerfalle" getappt und hätte dann "mehr verunmöglicht als ermöglicht".

Er versteht die "angefressenen" Wähler

Zu einer Umfrage, wonach 65 Prozent es als unfair empfinden, dass er nur ein halbes Jahr nach der Wahl seinen Rücktritt angekündigt hat, meinte Strolz, er verstehe, wenn manche Leute "angefressen" seien. Vor der Wahl habe er das aber noch nicht gewusst. Zu Weihnachten habe er, auch mit einem Blick auf den Wahlkalender, der für heuer keine Wahl mehr vorsieht, die Entscheidung für 2018 getroffen.

Der scheidende Parteichef ist überzeugt, dass seine designierte Nachfolgerin Beate Meinl-Reisinger die Oppositionsrolle zwar anders, aber mindestens gleich gut ausfüllen werde. Die Pionierphase der NEOS sei mit der Salzburger Landtagswahl, die die NEOS erstmals in einer Landesregierung gebracht hat, abgeschlossen. Der nächste Wachstumsschritt gehe "nur mit einem neuen Besen", hofft Strolz, dass die NEOS bis 2030 eine 20-Prozent-Partei werden.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-29 07:46:41
Letzte Änderung am 2018-05-29 09:19:04


Werbung




Werbung