• vom 08.10.2018, 11:05 Uhr

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Update: 08.10.2018, 11:24 Uhr

Atompolitik

Nordkorea will Atom-Inspektoren zulassen




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Kim Jong-un sieht Fortschritte in den Gesprächen mit den USA und hofft auf ein weiteres Treffen mit Trump.

Vier Monate nach dem aufsehenerregenden Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea ist US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntag mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zusammengekommen.

Vier Monate nach dem aufsehenerregenden Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea ist US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntag mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zusammengekommen.© APAweb / AFP, KCNA, KNS Vier Monate nach dem aufsehenerregenden Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea ist US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntag mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zusammengekommen.© APAweb / AFP, KCNA, KNS

Seoul/Pjöngjang. US-Außenminister Mike Pompeo Pompeo verkündete am Montag, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un internationale Inspektoren zur Überprüfung einer unbrauchbar gemachten nordkoreanischen Atomanlage ins Land lassen wolle. Kim habe ihm gesagt, dass "er bereit ist sie reinzulassen", um das Atomtestgelände Punggye Ri zu überprüfen, sagte Pompeo in Seoul. Die beiden hatten sich am Sonntag getroffen.

Beide Seite müssten sich aber noch auf die "Logistik" der Überprüfungen verständigen, fügte der US-Außenminister hinzu. Der Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms sei "ein langer Prozess", bei dem zuletzt aber "wichtige Fortschritte" gemacht worden seien, sagte Pompeo vor der Weiterreise nach Peking.

"Gutes, produktives Gespräch" 

Nach dem Kurzbesuch in Pjöngjang sprach Pompeo später in Südkorea von "einem guten, produktiven Gespräch" mit Kim. Die USA und Nordkorea wollen südkoreanischen Angaben zufolge so rasch wie möglich ein zweites Gipfeltreffen veranstalten. Beide Seiten seien übereingekommen, den Gipfel zum "frühestmöglichen Zeitpunkt" abzuhalten, teilte das südkoreanische Präsidentenbüro am Sonntag nach einem Treffen von US-Außenminister Mike Pompeo mit Staatschef Moon Jae-in mit.

Auch Pompeo sagte nach Angaben des Büros des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In, er habe in Pjöngjang vereinbart, noch weiter über den Zeitpunkt und den Ort eines zweiten Gipfeltreffens zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump zu verhandeln.

"Wir machen weiter Fortschritt"

Er habe eine gute Reise nach Pjöngjang gemacht, um Kim zu treffen, twitterte Pompeo bei seiner Ankunft in Seoul. "Wir machen weiter Fortschritt bei den Vereinbarungen des Singapur-Gipfels." Kim hatte bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekräftigt.

Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte bisher aber keine konkreten Zusagen gemacht, bis wann abgerüstet werden soll. Auch ist noch unklar, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. Trump hatte Kim Sicherheiten in Aussicht gestellt.

Trump habe gesagt, dass noch viele Schritte unternommen werden müssten, "und einen davon haben wir heute gemacht", sagte Pompeo in Seoul im Gespräch mit Moon. Das sei ein gutes Ergebnis gewesen.

Kim trifft sich "bald" mit Xi und Putin 

Nordkorea will nach südkoreanischen Angaben rasch Gipfeltreffen mit Russland und China veranstalten. Sowohl eine Reise Kims zu Russlands Staatschef Wladimir Putin als auch ein Besuch von Chinas Präsident Xi Jinping in Nordkorea würden "bald" erwartet, sagte Südkoreas Staatschef Moon Jae-in am Montag in Seoul.zus

Die geplanten Treffen Kims mit Putin und Xi würden "getrennt" von dem möglichen zweiten Gipfel zwischen Nordkoreas Machthaber und US-Präsident Donald Trump angestrebt, sagte Moon bei einer Kabinettssitzung. Die Möglichkeit eines Treffens zwischen Kim und Japans Regierungschef Shinzo Abe sei noch "offen". "Eine neue Ordnung wird auf der koreanischen Halbinsel geschaffen", sagte Moon.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-08 11:18:31
Letzte Änderung am 2018-10-08 11:24:48


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