Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat die Nacht auf Montag nach einem Wanderunfall im Spital verbringen müssen. Er war am Sonntag am Kaunergrat in Tirol ausgerutscht, hatte sich Abschürfungen und eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. Zwecks Beobachtung blieb er über Nacht im Spital. "Es geht ihm gut. Er wird sich aber auf Anraten der Ärzte in den kommenden Tagen schonen", teilte seine Sprecherin mit. Seine Teilnahme am Forum Alpbach am Montag und Dienstag musste er absagen.

Der Amtsinhaber ist laut aktueller Umfrage haushoch in Führung und kommt auf mehr als 60 Prozent. "Profil" und ATV hatten dafür 1.600 Personen befragen lassen. 58 Prozent gaben an, sicher wählen zu wollen, nur deren Präferenzen wurden abgefragt.

Keine Kanzler-Entlassung

Tassilo Wallentin. - © apa / Helmut Fohringer
Tassilo Wallentin. - © apa / Helmut Fohringer

Der ehemalige "Krone"-Kolumnist Tassilo Wallentin hat am Montag seine Bewerbung den Medien präsentiert. Am Sonntag hatte er in der "Krone" ein dreiseitiges Inserat samt Unterstützungserklärung geschaltet. Die Kosten dafür, die sich im niedrigen sechsstelligen Bereich bewegen dürften, übernahm Frank Stronach, wie Wallentin angab. Der Ex-Industrielle gebe aber keine Inhalte vor.

Zu diesen sagte der Anwalt: "Ich sehe mich nicht links, nicht rechts." In seiner Wahrnehmung fahre das Land "an die Wand", dabei wolle er nicht zusehen. Sorgen bereiten Wallentin diverse Krisen, etwa die "Gaskrise, Migrationskrise und Neutralitätskrise". Er sprach sich auch gegen die Einrichtung einer EU-Armee aus. Für die hohe Inflation machte Wallentin auch die EZB verantwortlich. Die Regierung entlassen, wie das FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz insinuierte, will er nicht. Er könne sich aber vorstellen, in einer dramatischen Lage dem Kanzler eine Frist zu geben, die anstehenden Probleme zu lösen.